Hilfe zu Dr.DOC Web (Web Access)

Informationen effizient organisieren.
Mit der Dr.DOC Komplettlösung für revisionssichere Archivierung.


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Authentifizierung und Benutzersync. aus dem Active Directory (AD)

  1. Beschreibung
    1.1. Admin Benutzer Authentifizierung
    1.2. Benutzer Synchronisierung
    1.3. Benutzer Authentifizierung
  2. Aktivierung und Konfiguration (ab Version 1.0.80.0)

1. Beschreibung

1.1. Admin Benutzer Authentifizierung

  1. Melden Sie sich in Dr.DOC Web als User "PUBLIC" an
  2. Gehen Sie im Menü auf "Einstellungen" -> "Active Directory (AD)" -> "config/active-directory"
    1. Aktivieren Sie den Sync durch Toggle von "Enabled" auf Ja
    2. Der verwendete AD User MUSS die nötigen Rechte haben: User Credentials validieren, User/Gruppen auflisten und Gruppenmitgliedschaften sehen.
      Möglichkeiten:
      1. Die Server-Machine ist im Active Directory
        1. Der Dienst "Dr.DOC Web Server" wird als User "Lokales System" ausgeführt (Dienste -> "Dr.DOC Web Server" -> Anmelden -> "Lokales Systemkonto") und bei "config/active-directory": Hostname/Username/Passwort ist leer
          -> AD Benutzer/Rechte werden von Maschine/"Lokales Systemkonto" geerbt; evtl. Rechte anpassen; kein AD Hostname/Username angeben in "config/active-directory"
      2. Die Server-Machine ist NICHT im Active Directory
        1. Der Dienst "Dr.DOC Web Server" wird als AD Admin User ausgeführt (Dienste -> "Dr.DOC Web Server" -> Anmelden -> "Dieses Konto": z.B. "DC\DrDocAdmin" oder "DC\Administrator")
          -> AD Benutzer/Rechte werden vom Prozess geerbt; kein AD Hostname/Username angeben in "config/active-directory"
        2. Der Dienst "Dr.DOC Web Server" wird als User "Lokales System" ausgeführt (Dienste -> "Dr.DOC Web Server" -> Anmelden -> "Lokales Systemkonto")
          -> AD Benutzer/Rechte und AD/DC Server werden explizit angegeben in "config/active-directory"
    3. Klicken Sie den "Speichern" Button

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1.2. Benutzer Synchronisierung

Es können alle Benutzer samt Gruppenmitgliedschaft aus Ihrem Active Directory (AD) nach Dr.DOC Synchronisiert werden. Der Sync Intervall beträgt 30 Minuten.
Folgende Eigenschaften werden übertragen:

  • Benutzername
  • Ganzer Name
  • Zugehörige Gruppenmitgliedschaften

Der Dr.DOC Benutzermanager MUSS für alle verwendeten Benutzerverwaltungen folgende Einstellungen gesetzte haben, unter Menü -> Benutzerverwaltung -> Eigenschaften -> "Automatische Anmeldung mit Netzwerk-Anmeldenamen" auf: "Ja, alle Benutzer" oder "Benutzerspezifisch" (empfohlen).
Die Richtung ist unidirektional, vom AD nach Dr.DOC.
Die Gruppenmitgliedschaften der Benutzer werden beim Sync angewendet; dabei werden keine Gruppen in Dr.DOC erstellt - nur die Benutzer den existiereden Gruppen hinzugefügt.
Es werden keine Benutzer aus Dr.DOC gelöscht oder aus Gruppen augetragen.
Es werden nur Benutzer synchronisiert, die:

  • Nicht in der ExcludeUsers Eigenschaft aufgelsitet sind
  • Sofern IncludeGroups gesetzt ist: Der User Mitglied einer der Elemente von IncludeGroups ist
  • Nicht abgelaufen sind (AccountExpirationDate)

1.3. Benutzer Authentifizierung

1.) Benutzer, die nicht im AD existieren, aber in Dr.DOC existieren, können wie gewohnt authentifiziert werden.
Diese Benutzer sollten ein sicheres Passwort verwenden und den Flag "Automatische Anmeldung mit Netzwerk-Anmeldenamen" nicht aktiv haben.

2.) Alle anderen (vom AD nach Dr.DOC synchronisierte) Benutzer bekommen in Dr.DOC automatisch den Flag "Automatische Anmeldung mit Netzwerk-Anmeldenamen" und "Anmeldenamen identisch".
Diese Benutzer werden über das AD bzw. via LDAP authentifiziert.

2. Aktivierung und Konfiguration (ab Version 1.0.80.0)

Melden Sie sich in Dr.DOC Web an. Sie benötigen das Recht, auf den Dr.DOC Benutzermanager zuzugreifen (Im Dr.DOC Client, unter Menü Organisation -> Benutzermanager -> Benutzer in Benutzermanager wählen -> Beschreibung -> "Zugangsberechtigung für Benutzermanager").
Im Dr.DOC Web, unter Menü -> Einstellungen -> "Active Directory (AD)" können Sie den die AD Anmeldedaten eingeben und den Sync aktivieren.

MCP, LLM/KI/AI Künstliche Intelligenz und Chatbot

  1. Mehrere Dokumente fragen / Aktionen ausführen via MCP Server
  2. Ein Dokument fragen und auswerten, "Chatbot"
  3. Magische Archivierung: Archivübergreifend, Archiv automatisch wählen
    3.1. Magische Archivierung aktivieren
    3.2. Einzelne Document Encoder erstellen/definieren je Prozess
  4. Automatische KI Verschlagwortung innerhalb eines Archivs
    4.1. Anlegen des Selektors
    4.2. Anlegen der KI Mapping Beschreibung
    4.3. Definition der Aktion
    4.4. Document Encoder erstellen

1. Mehrere Dokumente fragen / Aktionen ausführen via MCP Server

Dr.DOC Web hat seit 01.07.2025 einen MCP Server (Model Context Protocol) integriert.
Dadurch können Sie durch ein KI Modell Dr.DOC Funktionen auswählen, deren Funktions-Parameter generieren lassen und anschließend vom Client ausführen lassen.
https://drdoc.com/node/de/products/web/doku/ai-kuenstliche-intelligenz/mcp

2. Ein Dokument fragen und auswerten, "Chatbot"

Datensatz laden, in der Maske rechts auf "Dokument AI"

3. Magische Archivierung: Archivübergreifend, Archiv automatisch wählen

Ab Dr.DOC Web V105 / 08.08.2025
Beim Dokumente Archivieren wird:

  1. das Archiv automatisch gewählt und der passenden Document Encoder gewählt
  2. (je nach Einstellung) durch den Document Encoder entsprechend über die KI verschlagwortet.
    1. bei rekursiver magischen Archivierung wieder zu 1.

3.1. Magische Archivierung aktivieren

Die Magische Archivierung wählt aus allen Document Encodern (siehe unten "Einzelne Document Encoder erstellen/definieren je Prozess"), den passendsten Document Encoder aus.

Geben Sie zur Aktivierung der magischen Archivierung folgende Werte im Document Encoder (rekursive Archivierung) in den Einstellungen für config/recursive/DEFAULT_AI an:
I.d.R. müssen Sie nur das Ollama Endpint, Model und Ihr Standard-Archiv wählen.

Property Name Property Value
Beispiel-Wert
Beschreibung
Enabled false
Selector_ArchiveName doc Standard-Archiv für die Magische Archivierung, falls kein passender Document Encoder gefunden wurde.
AI_Enabled true Aktiviert die magische Archivierung
AI_OllamaEndpoint http://drdoc.com:8080 Ollama Endopoint
AI_OllamaModel Ollama Model
AI_DocumentLabel General Document Pflichtfeld: Bezeichner, falls kein falls kein passender Document Encoder gefunden wurde.
AI_DocumentDescription Optional: Beschreibung, falls kein falls kein passender Document Encoder gefunden wurde.

3.2. Einzelne Document Encoder erstellen/definieren je Prozess

Definieren Sie pro Prozess/Vorgangstyp/Verarbeitungstyp einen Document Encoder.
Dabei kann wieder die KI zum Verschlagworten genutzt werden (siehe unten "Automatische KI Verschlagwortung innerhalb eines Archivs").
Es sind bereits zahlreiche Vorlagen angelegt, die kopiert oder überladen werden können.

Damit die magische Archivierung einen Document Encoder wählen kann, MÜSSEN folgende Document Encoder Properties gesetzt sein:

  • Enabled: true
  • AI_DocumentLabel: Kurzbezeichner MUSS vorhanden
  • Proto_Extension: Der Prototype MUSS zum Dateinamen passt
  • Optional: Selector_ArchiveName: ein Archiv Name sollte vorhanden sein, und das Archiv existieren, andernfalls wird das Archiv aus config/recursive/DEFAULT_AI gewählt.

Beispiel:

  • Eingang/Einkauf Rechnung
  • Eingang/Verkauf Bestellung
  • Eingang/Einkauf Lieferschein
  • Eingang/Verkauf Anfrage

4. Automatische KI Verschlagwortung innerhalb eines Archivs

Anbei ein Beispiel für PDFs

Wann wird der Document Encoder ausgeführt? / via Selektor:

  • Archiv "doc"
  • Keine Dateinamen mit AGB etc.
  • Feldinhaltsspezifische Feldauswahl "STD_IN_INVOICE" trifft zu
  • sowie für die magische Archivierung via Bezeichner aus "AI_DocumentLabel"

4.1. Anlegen des Selektors

z.B. der Feldauswahl für Feldinhaltsspezifische Einstellungen "IN_INVOICE"

  • Typ = "Einkauf / Rechnung"

4.2. Anlegen der KI Mapping Beschreibung

z.B. Feldauswahl für ASCII Import Definition "AI_IN_INVOICE"

  • Kunde = "Absender der Rechnung"
  • Rechnungsnummer = "Rechnungsnummer, oder Belegnummer"
  • Rechnungsdatum = "Rechnungsdatum, oder Belegdatum"
  • BetragBrutto = "Brutto Rechnungsbetrag, oder Zahlbetrag"

4.3. Definition der Aktion

Optional: Anlegen der Feldauswahl für Feldvorbelegung "IN_INVOICE"

  • Typ = "Einkauf / Rechnung"
  • Datei = "%F%"
  • Benutzer = "%B%"

4.4. Document Encoder erstellen

Legen Sie nun einen Document Encoder an, in denen die KI Archivierung im Speziellen gesteuert werden soll.
via Einstellungen -> Document Encoder (rekursive Archivierung)
Überladen (vererben) Sie vom Document Encoder, und geben Sie als Prototype an "config/recursive/DEFAULT_AI", damit Sie das Ollama Model etc. nicht mehrfach angeben müssen.
Bitte beachten Sie, dass die Pflichtfelder über Vererbung geladen werden können und nicht explizit angegeben werden müssen.

Property Name Pflichtfeld Property Value
Beispiel-Wert
Beschreibung
Enabled x true
Proto_Extension x *.pdf|*.tif|*.tiff Selektor für Dokument-Dateitypen (Extensions)
- -
Selector_ArchiveName x doc Archiv Name
Selector_Filename !AGB*&!*Geschäftsbedingungen*&!*Datenschutz* Dateinamen filtern
Selector_FieldSelectionNames IN_INVOICE Bezeichner für Feldinhaltsspezifische Feldauswahl für Selector
Selector_FieldSelectionType FIELDCONTENT Typ der Feldauswahl für Selector
- -
AI_Enabled x true Aktiviert die magische Archivierung
könnte z.B. vom Prototype config/recursive/DEFAULT_AI geladen werden
AI_OllamaEndpoint x http://drdoc.com:8080 Ollama Endopoint
könnte z.B. vom Prototype config/recursive/DEFAULT_AI geladen werden
AI_OllamaModel x Ollama Model
könnte z.B. vom Prototype config/recursive/DEFAULT_AI geladen werden
- -
AI_DocumentLabel x Eingangsrechnung Pflichtfeld: Bezeichner
AI_DocumentDescription Rechnung an Empfänger Firma Mustermann GmbH Optional: Beschreibung
AI_MapFieldSelectionName AI_IN_INVOICE Bezeichner einer ASCII Import Feldauswahl mit Feldbeschreibungen.
Default: DD_FIELD_DESC
AI_OverwriteMetaInfo true KI kann Meta-Info Feldwerte überschreiben
AI_MaxPagesCount 5 Maximal 5 Seiten verarbeiten
- -
Action CreateDocument Dokument erstellen mit neuer Meta-Info
Action_FieldPreselectionName IN_INVOICE Feldauswahl für Feldvorbelegung, bestimmte Feldwerte vorbelegen

Backup

Backup

  1. Einrichtung - SSH Schlüssel erzeugen
    1.1. Windows
    1.1.1. Schlüssel erzeugen
    1.1.2. Schlüssel auf dem Server eintragen
    1.2. Unix / Linux
    1.2.1. Schlüssel erzeugen
    1.2.2. Schlüssel auf dem Server eintragen
    1.2.2.1. Für moderne Systeme
    1.2.2.2. Oder für ältere Systeme
  2. Einrichtung - Dr.DOC Web Backup

Backups können in Dr.DOC Web unter Einstellungen -> Backup eingerichtet werden.
Dr.DOC Web verwendet dazu Restic mit SFTP.

1. Einrichtung - SSH Schlüssel erzeugen

Damit Dr.DOC Restic verwenden kann muss zuvor ein SSH Schlüssel eingerichtet werden.
Das hat überhaupt nichts mit Dr.DOC zu tun und kann je nach System unterschiedlich gehandhabt werden.

  1. Key pair is created (typically by the user). This is typically done with ssh-keygen.
  2. Private key stays with the user (and only there), while the public key is sent to the server. Typically with the ssh-copy-id utility.
  3. Server stores the public key (and "marks" it as authorized).

1.1. Windows

1.1.1. Schlüssel erzeugen

mkdir "%USERPROFILE%\.ssh"
ssh-keygen -t rsa -b 4096 -f "%USERPROFILE%\.ssh\id_rsa" -q -N ""

1.1.2. Schlüssel auf dem Server eintragen

Für Hetzner Storage Box:
https://docs.hetzner.com/storage/storage-box/backup-space-ssh-keys/
type %USERPROFILE%\.ssh\id_rsa.pub | ssh -p23 uXXXX@uXXXX.your-storagebox.de install-ssh-key

oder
.ssh Verzeichnis erstellen und Schlüssel hochladen
type %USERPROFILE%\.ssh\id_rsa.pub | ssh -p23 uXXXX@uXXXX.your-storagebox.de "mkdir -p ~/.ssh && cat >> ~/.ssh/authorized_keys"

1.2. Unix / Linux

1.2.1. Schlüssel erzeugen

mkdir -p ~/.ssh
ssh-keygen -t rsa -b 4096 -f ~/.ssh/id_rsa -q -N ""
chmod 600 ~/.ssh/id_rsa

1.2.2. Schlüssel auf dem Server eintragen

1.2.2.1. Für moderne Systeme

ssh-copy-id -s "uXXXX@uXXXX.your-storagebox.de -p 23"

1.2.2.2. Oder für ältere Systeme

.ssh Verzeichnis erstellen
ssh -p23 uXXXX@uXXXX.your-storagebox.de mkdir .ssh
Schlüssel via SCP hochladen
Für Hetzner Storage Box:
https://docs.hetzner.com/storage/storage-box/backup-space-ssh-keys/
cat ~/.ssh/id_rsa.pub | ssh -p23 uXXXX@uXXXX.your-storagebox.de install-ssh-key
oder
scp -P 23 ~/.ssh/id_rsa.pub uXXXX@uXXXX.your-storagebox.de:.ssh/authorized_keys

Oder .ssh Verzeichnis erstellen und Schlüssel hochladen
cat ~/.ssh/id_rsa.pub | ssh -p23 uXXXX@uXXXX.your-storagebox.de "mkdir -p ~/.ssh && cat >> ~/.ssh/authorized_keys"

2. Einrichtung - Dr.DOC Web Backup

Klicken Sie in Dr.DOC Web unter "Einstellungen" -> "Backup" auf den Button "Init"

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Systemvoraussetzungen, Ausführung und Betrieb

Systemvoraussetzungen, Ausführung und Betrieb

Betrieb des Web Servers: Command Line Interface (CLI) / Befehlszeile, Dienst/Service, Logs

Elektronische Rechnung, E-Rechnung, XRechnung, ZUGFeRD in Dr.DOC Web

Elektronische Rechnung, E-Rechnung, XRechnung, ZUGFeRD in Dr.DOC Web

  1. Rechtlicher Rahmen
  2. Handlungsempfehlungen
  3. Übersicht: Produkt-Funktions-Matrix
  4. Option A: Implementierung im Dr.DOC Web Server
    4.1. Einstellungen/Feldauswahl für ASCII-Import (via Windows App als Dr.DOC Admin)
    4.1.1. Feldauswahl angelegen (Beispielname: XML_INVOICE).
    4.2. Dr.DOC Web: Einstellungen -> Rekursive Archivierung
    4.2.1. Rekursive Archivierungs-Einstellung anlegen für XML-Dateien (z.B. factur-x.xml), z.B. "config/recursive/RE XML"
    4.2.2. Rekursive Archivierungs-Einstellung anlegen für PDF-Dateien, z.B. "config/recursive/RE PDF CreateDocument"
  5. Option B: via Dr.DOC Netzwerk Server

Für Dr.DOC Client/Server Netzwerk siehe: https://drdoc.com/node/de/products/n/doku/e-invoice-xrechnung-zugferd

1. Rechtlicher Rahmen

Unternehmen in Deutschland müssen/mussten bis 1. Januar 2025 die technischen Voraussetzungen schaffen für die Entgegennahme einer E-Rechnung.
Mehr dazu: https://drdoc.com/node/de/solutions/e-invoice

Hinweis: Die genannten Informationen und Auskünfte enthalten nur erste Hinweise und ‎erheben daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Obwohl sie mit größtmöglicher ‎Sorgfalt erstellt wurden, kann eine Haftung für ihre inhaltliche Richtigkeit nicht ‎übernommen werden. Sie können eine Beratung im Einzelfall, beispielsweise durch einen ‎Rechtsanwalt, Steuer- oder Unternehmensberater, nicht ersetzen.‎

2. Handlungsempfehlungen

  • Technische Voraussetzungen schaffen, für die Entgegennahme einer E-Rechnung
    • Archivierung/Import-Definition erweitern (XML)
    • Strukturierte Rechnungsinformationen in Metadaten laden
    • XRechnungen rendern / anzeigen
  • E-Mail-Archivierung über Dr.DOC (via Outlook Plugin oder IMAP E-Mail-Archivierung)
  • Eingangsrechnungsverarbeitung mit Workflows zur besseren Nachvollziehbarkeit.

3. Übersicht: Produkt-Funktions-Matrix

Prozess Format Produkt
Dr.DOC Web
Produkt
Dr.DOC Client/Server Netzwerk
1. generieren, ausstellen ZUGFeRD,
XRechnung (XML)
i.d.R. durch Ihr ERP System und nicht durch Dr.DOC; optional:
Ja: via WebNode Template + Maske -> Dokument generieren
Nein
2. versenden Alles Ja: via E-Mail Ja: via E-Mail
3. archivieren / erfassen / verschlagworten ZUGFeRD Ja: via Einstellungen -> Rekursive Archivierung Ja: via Dokumenten-Import
" XRechnung (XML) Ja: via Einstellungen -> Rekursive Archivierung Ja: via ASCII-Import
PDF bei Archivierung generieren und XML einbetten
4. anzeigen / rendern ZUGFeRD Ja (PDF) Ja (PDF)
" XRechnung (XML) Ja, integrierter XRechnungs-Viewer Ja: Ansicht vom gerenderten PDF bei Archivierung
oder Raw XML-Ansicht
5. validieren ZUGFeRD,
XRechnung (XML)
Ja, über kostenpflichtiges Add-On Ja, über kostenpflichtiges Add-On

4. Option A: Implementierung im Dr.DOC Web Server

4.1. Einstellungen/Feldauswahl für ASCII-Import (via Windows App als Dr.DOC Admin)

4.1.1. Feldauswahl angelegen (Beispielname: XML_INVOICE).

In das jeweilige Dr.DOC-Feld den kompletten XML-PFAD (XPath) zu dem gewünschten Importwert(en) eintragen. z.B. mit | separiert, um UBL und CII Rechnungen in einer Definition zu verarbeiten.
Nachfolgend einige Beispieleinträge:

Dr.DOC Archiv-Feld Feldauswahl für ASCII-Import: XML-Import -Definition
Beleg-Nr. `/CrossIndustryInvoice/ExchangedDocument/ID
Beleg-Datum `/CrossIndustryInvoice/ExchangedDocument/IssueDateTime/DateTimeString
Kunden-Name `/CrossIndustryInvoice/SupplyChainTradeTransaction/ApplicableHeaderTradeAgreement/BuyerTradeParty/Name
Bruttobetrag `/CrossIndustryInvoice/SupplyChainTradeTransaction/ApplicableHeaderTradeSettlement/SpecifiedTradeSettlementHeaderMonetarySummation/GrandTotalAmount

4.2. Dr.DOC Web: Einstellungen -> Rekursive Archivierung

4.2.1. Rekursive Archivierungs-Einstellung anlegen für XML-Dateien (z.B. factur-x.xml), z.B. "config/recursive/RE XML"

Eigenschaft Wert Beschreibung
Enabled true Aktivieren
Proto_Extension *.xml Dokumenten Parser für XML Dateien wählen
Selector_Filename *.xml
Action None Mit Flag "None" Dokument nicht zwingend erstellen und Rechnungsinformationen (in Metainfo) laden
Action_FieldPreselectionName EINGANGSRECHNUNG Feldvorbelegung
MapFieldSelectionName XML_INVOICE Mapping Feldauswahl aus Schritt 1. übernehmen für Übernahme der strukturierte Rechnungsinformationen (XML)
MapFieldSelectionType IMPORT_ASCII Feldauswahl für ASCII-Import

4.2.2. Rekursive Archivierungs-Einstellung anlegen für PDF-Dateien, z.B. "config/recursive/RE PDF CreateDocument"

Eigenschaft Wert Beschreibung
Enabled true Aktivieren
Proto_Extension *.pdf Dokumenten Parser für PDF Dateien wählen
Selector_Filename !AGB*&!*Geschäftsbedingungen*&!*Datenschutz*&*.pdf Dateinamen mit AGB etc. ignorieren
Action CreateDocument Dokument zwingend erstellen
Recursive config/recursive/RE XML Metadaten aus der Embedded XML-Datei laden (z.B. factur-x.xml)

5. Option B: via Dr.DOC Netzwerk Server

siehe https://drdoc.com/node/de/products/n/doku/e-invoice-xrechnung-zugferd

E-Mail-Archivierung (IMAP)

E-Mail-Archivierung (IMAP)

  1. Option A: Als Desktop App starten (empfohlen)
  2. Option B: PowerShell Script als Admin:

Hinweis:

Mit Dr.DOC gibt es drei E-Mail-Archivierungs-Möglichkeiten.
In dieser Doku geht es um die E-Mail-Archivierung via Dr.DOC Web.

Produkt Modul Besonderheiten
Dr.DOC Netzwerk (C/S) Dr.DOC Outlook Plugin Vorgangsbezogene (oder automatische) Archivierung in MS Outlook/Plugin via Dr.DOC Netzwerk Client
Dr.DOC Netzwerk (C/S) Dr.DOC Server Import Automatisierte Archivierung am Dr.DOC Netzwerk Server via Dateiimport
Dr.DOC Web Dr.DOC Web E-Mail-Archivierung (IMAP) Automatisierte, regelbasierte Archivierung am Dr.DOC Web Server via IMAP

Ziel der E-Mail-Archivierung via IMAP ist es, E-Mails automatisiert (unbeaufsichtigt) und regelbasiert zu archivieren.
Um die E-Mail-Archivierung regelbasiert zu steuern, werden folgende Einstellungen im Dr.DOC Web Konfigurationsarchiv „node“ ausgelesen:

Type: EmailAccountConfigWebNode
Name: config/email-account/<E-Mail-Account-Name>

Beispel:
Name: config/email-account

Die Einstellungen werden beim Start des Dr.DOC Web Servers neu geladen. Damit eine Änderung wirksam wird, muss unter Dr.DOC Web/Einstellungen/E-Mail-Archivierung/Button "Einstellungen neu laden" geklickt werden.

Ändern der Berechtigungen: Aus Sicherheitsgründen sollte der Node Config Datensatz nur für den Server und berechtigte Administratoren zugreifbar sein, indem der User auf "System-Group" gesetzt wird.

Eine Vererbung über den Prototype-Namen ist möglich; z.B. auf config/email-account, um bestimmte Einstellungen für alle Konten anzuwenden. Wenn Property Values aus dem Prototype geladen werden sollen, muss das „Inherit“ Flag in der Property gesetzt sein.
Damit ist es möglich, die Einstellungen, die für alle User gültig sind, in den Node "config/email-account" abzuspeichern und in den Konten-Nodes (z.B. "config/email-account/mustermann") den Prototype Name auf "config/email-account" setzen und nur die Properties zu setzen, die überschrieben werden sollen (z.B. "Email", "Password", "Archive_SourceImapFolders", "Archive_Target_FieldPreselectionName").

Alle Properties haben den Type "ConfigWebNode".

Property Type Property Name Beschreibung Mögliche Werte
ConfigWebNode Enabled Gibt an, ob die Konfiguration aktiv ist true, false
ConfigWebNode Email E-Mail-Adresse (z.B. test@mail.de)
ConfigWebNode Password Passwort für SMTP/IMAP.
Nach dem erstmaligen Eintragen wird das Passwort verschlüsselt.
ConfigWebNode CheckSslCert Gibt an, ob das TLS/SSL Zertifikat des E-Mail-Servers geprüft werden soll true, false
ConfigWebNode ImapHost Hostname des IMAP Servers (z.B. mail.de)
ConfigWebNode ImapSSL Gibt an, ob eine verschlüsselte TLS/SSL Verbindung zum IMAP Server hergestellt werden soll true, false
ConfigWebNode ImapPort IMAP Portnummer (z.B. 993)
ConfigWebNode SmtpHost Hostname des SMTP Servers (z.B. mail.de)
ConfigWebNode SmtpSSL Gibt an, ob eine verschlüsselte TLS/SSL Verbindung zum SMTP Server hergestellt werden soll
ConfigWebNode SmtpPort SMTP Portnummer (z.B. 587)
ConfigWebNode Archive_Action
  • "Tag":
    • Markiert die E-Mail bei erfolgreicher Archivierung mit dem Tag/Keyword, welches in der Property "Archive_SuccessTag" angegeben wurde;
    • Dubletten werden mit dem Wert markiert, der in der Property "Archive_DuplicateTag" angegeben wurde.
  • "Move":
    • Verschiebt die E-Mail in ein Unterverzeichnis mit gleichem Namen wie das Quell-Verzeichnis.Die IMAP-Verzeichnisse werden automatisch erstellt und dürfen keinen "." oder "/" im Pfad-Segment enthalten. Der Verzeichnisname "Dr. Doc" wäre also ungültig.
    • Bei erfolgreicher Archivierung in das IMAP Verzeichnis, welches in der Property "Archive_SuccessImapFolder" angegeben wurde. Beispiel: <Archive_SuccessImapFolder>/<Source-Folder>
    • Dubletten werden in das IMAP Verzeichnis verschoben, welches in der Property "Archive_DuplicateImapFolder" angegeben wurde. Beispiel: <Archive_DuplicateImapFolder>/<Source-Folder>
    • Bei einem Fehler in das Verzeichnis, welches in der Property "Archive_ErrorImapFolder" angegeben wurde. Beispiel: <Archive_ErrorImapFolder>/<Source-Folder>
  • "Delete":
    • Löscht erfolgreich archivierte E-Mails
Tag, Move, Delete
ConfigWebNode Archive_SuccessTag Tag/Keyword für Property "Archive_Action" mit dem Wert "Tag"; bei erfolgreicher Archivierung;
Der Wert darf bei vielen IMAP Servern keine Leerzeichen oder Punkte enthalten
ConfigWebNode Archive_DuplicateTag Tag/Keyword für Property "Archive_Action" mit dem Wert "Tag"; bei fehlgeschlagener Archivierung wegen Eingabedublettenprüfung (Schlüsselfeld "DS" mit Feldauswahl für Dublettenprüfung);
Der Wert darf bei vielen IMAP Servern keine Leerzeichen oder Punkte enthalten
ConfigWebNode Archive_SuccessImapFolder Basis IMAP Verzeichnis für Property "Archive_Action" mit dem Wert "Move"; bei erfolgreicher Archivierung
ConfigWebNode Archive_DuplicateImapFolder Basis IMAP Verzeichnis für Property "Archive_Action" mit dem Wert "Move"; bei fehlgeschlagener Archivierung wegen Eingabedublettenprüfung (Schlüsselfeld "DS" mit Feldauswahl für Dublettenprüfung)
ConfigWebNode Archive_ErrorImapFolder Basis IMAP Verzeichnis für Property "Archive_Action" mit dem Wert "Move"; bei fehlgeschlagener Archivierung wegen eines Fehlers
ConfigWebNode Archive_SourceImapFolders Quell IMAP Verzeichnis(se), in dem die E-Mails archiviert werden sollen.
Pro Zeile ein Wert und darf nicht mit / beginnen.
Es können auch Wildcards mit "*" angegeben und UND-Bedingungen mit "&" angegeben werden.
z.B. "INBOX"
oder "Eingangsrechnung"
ConfigWebNode Archive_Target_UsermanagerName Ziel-Benutzerverwaltung
Pfad zur Usermanager *.BVD Datei
ConfigWebNode Archive_Target_ArchiveName Ziel-Archiv
Archiv-Name oder vollständiger Pfad zur KOMM\SERVER\*.da Datei
Wenn das Ziel-Archiv leer ist (nicht angegeben wird), wird die magische KI Archivierung gestartet.
https://drdoc.com/node/de/products/web/doku/ai-kuenstliche-intelligenz
ConfigWebNode Archive_Target_FieldPreselectionName Anzuwendende Feldvorbelegung beim Erstellen des Datensatzes im Archiv "Archive_Target_ArchiveName" bzw. dem Archiv, welchges die magische Archivierung gewählt hat.
Die IMAP E-Mail-Archivierung wendet die Feldauswahl für Feldvorbelegung, sofern gesetzt, immer und überschreibend vor der Archivierung aus.
Es können mehrere Feldvorbelegungen angegeben werden, mit ";" separiert.
Dynamisch: Über die gesetzten Feldwerte, u.a. aus der Feldvorbelegung und den übernommenen E-Mail Feldern (z.B. ASCII Import-Definition "DD_EMAIL"), kann eine rekursive Archivierung/Document Encoder dynamisch getriggert werden.
Statisch: Alternativ kann direkt ein Name für einen Document Encoder für rekursive Archivierung angegeben werden, z.B. config/recursive/RE PDF CreateDocument
Bei der direkten Angabe eines Document Encoders, wird dieser gewählt, unabhängig davon, ob Enabled: true/false; es wird nur auf den Prototype bzw. den Dateityp geprüft.
ConfigWebNode Archive_Target_Duplicate Gibt an, wie Dubletten beim Erstellen eines Dokuments behandelt werden sollen:
  • "Drop": Dubletten verwerfen
  • "Replace": Dubletten ersetzen (Feldwerte können gelöscht werden)
  • "Change": Dublette ändern (nur gesetzte Feldwerte werden übertragen)
Drop, Replace, Change
ConfigWebNode OAuth2_ClientId MS 365 / AAD: "Overview" -> "Aplication (client) ID"
ConfigWebNode OAuth2_Authority MS 365 / AAD: "Overview" -> "Directory (tenant) ID" z.B. https://login.microsoftonline.com/{tenantId}/v2.0
ConfigWebNode OAuth2_Scopes MS 365 / AAD: "API permissions" -> "+Add a permission": Mehrere Einträge möglich (zeilenweise), z.B.:
https://outlook.office365.com/.default
Oder
openid
email
offline_access
https://outlook.office.com/IMAP.AccessAsUser.All
https://outlook.office.com/SMTP.Send
Oder in älteren Konfigurationen:
https://ps.outlook.com/.default
ConfigWebNode OAuth2_Secret MS 365 / AAD: "Certificates & secrets" -> "Client secrets" -> "+ New client secret": Text in Spalte "Value" abspeichern
ConfigWebNode Account Explizite Angabe einer Account ID oder Usaernames, falls es zum E-Mail Konto mehrere Konten zur Auswahl gibt.

Hinweise und Anleitung zu Microsoft Office 365

Microsoft 365 benötigt einen OAuth2 Login. Das ist leider unnötig kompliziert.
Anbei eine Anleitung, wie man im Microsoft Azure Active Directory eine IMAP App registriert.

  1. Microsoft Azure Active Directory IAM (AAD IAM starten und App hinzufügen mit IMAP Rechten)
    Siehe dazu:
    https://learn.microsoft.com/en-us/entra/identity-platform/quickstart-register-app
    1. https://portal.azure.com/#view/Microsoft\_AAD\_IAM/ActiveDirectoryMenuBlade/\~/Overview
      1. Register new App (+): https://portal.azure.com/#view/Microsoft_AAD_RegisteredApps/CreateApplicationBlade/isMSAApp~/false
      2. "Authentication"
        1. "Platform configuration", "+ Add a platform" -> "Mobile and desktop applications"
          Redirect URIs: "http://localhost"
        2. "Advanced settings" -> "Allow public client flows": Yes
      3. "Certificates & secrets" -> "Client secrets" -> "+ New client secret": Text in Spalte "Value" abspeichern
      4. "API permissions" -> "+Add a permission" (mit "*" sind optional, wenn E-Mails auch versendet werden sollen)
        1. API "Microsoft Graph" -> "Delegated permission"
          1. OpenId permissions
            1. email
            2. offline_access
            3. openid
          2. SMTP
            1. * SMTP.Send
          3. User
            1. User.Read
          4. IMAP
            1. IMAP.AccessAsUser.All
        2. API "Office 365 Exchange Online" -> "APIs my organization uses" -> search "Office 365 Exchange Online" -> "Application permissions"
          1. IMAP
            1. IMAP.AccessAsApp
          2. Mail
            1. * Mail.Read
            2. * Mail.Send
          3. SMTP
            1. * SMTP.SendAsApp
        3. Check "Grant admin consent for <Tenant-Name>"
      5. Besitzer der App festlegen via Menü "Owners"
      6. Evtl.: Benutzer der App hinzufügen:
        1. https://portal.azure.com/?feature.msaljs=true#view/Microsoft_AAD_UsersAndTenants/UserManagementMenuBlade/~/AllUsers
        2. Benutzer wählen
        3. "Authentication methods" ->
      7. "Overview" Access Points abspeichern (siehe 2. unten)
        1. Application (client) ID
        2. Directory (tenant) ID
  2. In den Einstellungen für E-Mail-Archivierung folgenden Eigenschaften setzen:
    • OAuth2_ClientId = siehe "Overview" -> "Aplication (client) ID"
    • OAuth2_Authority = siehe "Overview" -> "Directory (tenant) ID": https://login.microsoftonline.com/<Dierctory (tenant) ID>/oauth2/v2.0/authorize
    • OAuth2_Scopes = siehe "API Permissions":
      • openid
        email
        offline_access
        https://outlook.office.com/IMAP.AccessAsUser.All
    • OAuth2_Secret = siehe "Certificates & secrets" -> "Client secrets"

1. Option A: Als Desktop App starten (empfohlen)

  1. Die App DrDoc.WebServerService.exe als normale Anwendung starten oder als Dienst
  2. Es erscheint im Console Fenster eine Meldung "Device Code [...]". Bitte kopieren Sie den Link daneben in den Webbrowser und geben Sie den Code im Webbrowser ein.
    Alternativ: Es öffnet sich automatisch ein Web Browser Fenster.
  3. Bitte mit entsprechendem Konto anmelden, um der E-Mail-Archivierung die nötige Berechtigung zu erteilen.
  4. Wenn die Anmeldung erfolgreich war, kann Dr.DOC Web wieder als Dienst verwendet werden.

2. Option B: PowerShell Script als Admin:

$AppId = "32d78307-96a6-4d33-k871-7d65d7ae345d"
$TenantId = "485ed665-e9ea-4569-xc67-4152462107fe"
$Email = "mail@drdoc.onmicrosoft.com"
$DisplayName = "Some principal name for IMAP/POP3"

Install-Module -Name ExchangeOnlineManagement
Import-module ExchangeOnlineManagement
Connect-ExchangeOnline -Organization $TenantId

# Install-Module -Name AzureAD
# Import-module AzureAD
# Connect-AzureAd -Tenant $TenantId

($Principal = Get-AzureADServicePrincipal -filter "AppId eq '$AppId'")
$PrincipalId = $Principal.ObjectId

# New-ServicePrincipal -AppId $AppId -ObjectId <OBJECT_ID>
New-ServicePrincipal -AppId $AppId -ServiceId $PrincipalId -DisplayName $DisplayName
 
Get-ServicePrincipal | fl

Add-MailboxPermission -Identity $Email -User $PrincipalId -AccessRights FullAccess

Verzeichnisse und Dateien

Verzeichnisse und Dateien

Übersicht aller Dateien und Verzeichnisse für den Web Server

Installation und Update von Dr.DOC Web

Installation und Update von Dr.DOC Web

Anleitung zur Installation von Dr.DOC Web.

Dr.DOC Archivumgebung auf anderes Laufwerk/Maschine migrieren

Dr.DOC Archivumgebung auf anderes Laufwerk/Maschine migrieren

  1. 1. Variante: Manuell
    1.1. 1.1) Pfad-Anpassung
    1.2. 1.2) IP-Anpassung
  2. 2. Variante: Automatisch

1. 1. Variante: Manuell

1.1. 1.1) Pfad-Anpassung

Die Pfad-Angaben bitte für folgende Dateitypen zunächst prüfen und bei Bedarf anpassen:
*.da; *.svw; *.tvw; *.ini; *.bvp; *.bxp; *.bvi

1.2. 1.2) IP-Anpassung

Die Server-IP bitte für folgende Dateitypen anpassen:
*.ini; *.bvi; *.da *; .bvc; *.c11; (*.bvc und *.c11 soweit vorhanden)

2. 2. Variante: Automatisch

  1. Dr.DOC Web installieren
  2. Kommandozeile/CMD als Admin starten
  3. C:\DRDOC\WEB\BIN\DrDoc.Standard.exe init:<Web-API-KEY> ip:<Neue-IP> port:9995 "env-init:<Pfad zum Verzeichnis der entpackten Archiv-Vorlage>"

Server Umzug / Dr.DOC Web auf neue Maschine migrieren

Server Umzug / Dr.DOC Web auf neue Maschine migrieren

  1. Datensicherung (alte Maschine)
  2. Aktionen auf neuer Maschine

1. Datensicherung (alte Maschine)

  1. Dr.DOC Archivumgebung (Archive) sichern, z.B. D:\ARCHIV_ALT, evtl. sichern: ARCHIV.INI, Dr.DOC TMP Verzeichnis (wg. Scan)
  2. Dr.DOC Web Umgebung sichern (Dr.DOC Web Basisverzeichnis), z.B. C:\DRDOC_ALT\web

2. Aktionen auf neuer Maschine

  1. Dr.DOC Netzwerk Server installieren
  2. Dr.DOC Archivumgebung (Archive) von alter Maschine (z.B. D:\ARCHIV_ALT) -> auf neue Maschine übertragen (z.B. D:\ARCHIV_NEU)
  3. Dr.DOC Web Umgebung (Dr.DOC Web Basisverzeichnis) von alter Maschine (z.B. C:\DRDOC_ALT\web) -> auf neue Maschine übertragen (z.B. C:\DRDOC_NEU\web)
  4. Dr.DOC Web installieren (SetupWeb.exe), unter Dr.DOC Web Basisverzeichnis-Pfad von Punkt 3., als Update, keine Neuinstallation, (z.B. unter C:\DRDOC_NEU\web)
  5. Konfiguration/Pfade der Dr.DOC Archivumgebung (Archive) anpassen
    • Kommandozeile/CMD als Admin starten
    • Befehlszeile: web\bin\DrDoc.Standard.exe init:<Web-API-KEY> ip:<Neue-IP> port:9995 "env-init:<Pfad zum Archiv-Basis-Verzeichnis>"
    • Beispiel: C:\DRDOC_NEU\web\bin\DrDoc.Standard.exe init:000001asdfgh ip:192.168.100.2 port:9995 "env-init:D:\ARCHIV_NEU"
  6. Konfiguration/Pfade der Dr.DOC Web Umgebung anpassen
    1. [entfällt i.d.R.] Bei älteren Versionen, Konfiguration/Pfade des Dr.DOC Konfigurationsarchivs anpassen
      • Kommandozeile/CMD als Admin starten
      • Befehlszeile: web\bin\DrDoc.Standard.exe init:<Web-API-KEY> "env-init:<Pfad zum Konfigurationsarchiv>"
      • Beispiel: C:\DRDOC_NEU\web\bin\DrDoc.Standard.exe init:000001asdfgh "env-init:C:\DRDOC_NEU\web\config_db"
    2. Datei im Texteditor öffnen: web\configs\server.ini, z.B. C:\DRDOC_NEU\web\configs\server.ini
    3. Werte ggf. anpassen:
      1. In Section [SERVER], für Key IP neue IP Adresse eintragen, sofern AUTO_IP=false
      2. Dr.DOC Archivpfade in Section [User..] anpassen, z.B. mit Search and Replace für alte Dr.DOC Archiv-Pfade -> Neue Archiv-Pfade, z.B. Search D:\ARCHIV_ALT\ -> Replace D:\ARCHIV_NEU\
      3. Search and Replace für alte Dr.DOC Web Basisverzeichnis-Pfade -> Neues Dr.DOC Web Basisverzeichnis z.B. Search C:\DRDOC_ALT\web\ -> Replace C:\DRDOC_NEU\web\
  7. Dienst "Dr.DOC Web Server" starten
  8. Im Web Browser in Dr.DOC Web anmelden und Zugriff auf Archive prüfen
  9. Bei Fehlern, Logs prüfen, web\logs\log.txt, z.B. C:\DRDOC_NEU\web\logs\log.txt

Revisionssicherheit und allgemeine Produktsicherheit

Revisionssicherheit und allgemeine Produktsicherheit

  1. Inhalt
  2. Ziel
  3. Glossar
  4. Beschreibung
  5. Beispiel
    5.1. Änderungen
    5.2. Kriterien und Anforderungen
    5.3. Assets
    5.4. Ablauf
    5.4.1. Lebenszyklus eines Eingangsdokuments (Beispiel)
  6. Risikomanagement
    6.1. Iterativer Prozess zur Risikominderung
    6.2. Compliance und regulatorisches Umfeld
    6.3. Schadensbewertung: Schadensbetrag und Eintrittswahrscheinlichkeit
    6.4. Risiken

Dr.DOC enthält alle technischen Voraussetzungen für einen sicheren Betrieb und revisionssichere Archivierung nach gängigen Compliance-Anforderungen.

Wir haben Dr.DOC in den letzten 40 Jahren konsequent nach hochspezifischen Kundenanforderungen (u.a. aus hochregulierten Branchen und Märkten, wie z.B. Luft-/Raumfahrt, Medizintechnik, Pharma) weiterentwickelt, und diese technisch möglichst allgemein implementiert.
Damit haben Dr.DOC Kunden Zugriff auf Best Practices, die nicht nur regulatorische Compliance-Anforderungen erfüllen, sondern haben zusätzlich einen echten Nutzen und Mehrwert, wie z.B. Sicherheit, Qualität, Kontrolle und Nachvollziehbarkeit.

1. Inhalt

  1. Ziel
  2. Glossar
  3. Beschreibung
  4. Beispiel
    1. Änderungen
    2. Kriterien/Anforderungen
    3. Assets
    4. Abläufe
  5. Risikomanagement
    1. Prozess zur Risikominderung
    2. Compliance und Regulatorisches Umfeld
    3. Schadensbewertung: Schadensbetrag und Eintrittswahrscheinlichkeit
    4. Risiken

2. Ziel

Ziel diese Dokuments ist die allgemeine Dokumentation zur Erreichung optimaler Produktsicherheit, u.a. durch Sicherstellung der Korrektheit (Unversehrtheit) von Daten und der korrekten Funktionsweise vom ECM/DMS System Dr.DOC.

Bei aller Sorgfalt erhebt dieses Dokument keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

Dieses Dokument hat zusätzlich den Zweck, Dr.DOC Kunden einen geeigneten Rahmen zu geben, bei der Implementierung einer z.B. ISO/IEC 27001, ISO 9001 / DIN EN 9100 / DIN EN 9110, EU 2017/745 MDR, GMP oder EU Vo 748/2012 mit klassischen Aufzeichnungspflichten.

3. Glossar

Revisionssicherheit

Revisionssicherheit bezieht sich auf die Aufbewahrung von digitalen Informationen (z.B. Prüfberichte, Rechnungen oder Verträge). Diese muss so erfolgen, dass die rechtlichen Anforderungen in Bezug auf Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit, Sicherheit, Verfügbarkeit, Nachvollziehbarkeit, Unveränderlichkeit und Zugriffsschutz erfüllt sind.

Beim Thema "Revisionssicherheit" geht um das Sicherstellen (samt Nachweis), dass ein Dokument weder verloren geht noch verändert wird. Das betrifft z.B. den Eingang eines Dokuments in ein Dr.DOC Archiv, bis hin zur endgültigen Langzeitarchivierung/Speicherung.

Eine genaue Definition des Begriffes "Revisionssicherheit" liefert der deutsche Gesetzgeber nicht. Jedoch kann man in Ableitung an das HGB, der AO und den GoBD einige Kriterien und Anforderungen für das Konzept der Revisionssicherheit entnehmen (siehe Kriterien und Anforderungen).

Kürzel
WF Workflow
KMU Kleine- und mittlere Unternehmen
DMS Dokumentenmanagement-System
API Programmschnittstelle
ISP Internet Service Provider
AO Abgabenordnung
AD Active Directory
GoBD Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (ehem. GDPdU und GoBS)

4. Beschreibung

Zielgruppe:
Dr.DOC ist ein DMS/ESM System primär für Organisationen, z.B. Unternehmen und Behörden.

Komponenten:
Die DMS Komplettlösung Dr.DOC besteht aus den folgenden Produkten und Funktions-Komponenten:

  • Produkt: Dr.DOC Netzwerk Client/Server
    • Modul/Lib: Dr.DOC Server API
    • Modul/Service: Dr.DOC Netzwerk Server
      • Hotfolder Import
        • Spool Import
        • Ascii/Xml/Csv Import
        • Docu Import
      • Auto Export
      • SAP Content Server
      • Versionsverwaltung
      • Workflow
    • Modul/App: Dr.DOC Netzwerk Client
      • Modul: Scan
      • Modul: FA/VB
      • Modul: Outlook Plugin
      • Modul: TAPI
      • Modul: Externfunktion
    • Modul/Lib: siehe /node/system/system|tab_license_etc bzw. intern
    • Modul/Tools: siehe /node/system/system|tab_license_etc bzw. intern
  • Zusatzmodul/Produkt: Dr.DOC Web
    • Service
      • Modul: E-Mail Service (IMAP Archivierung und SMTP)
      • Modul: Anmeldung und Benutzer Sync via AD Service
      • Modul: Restic Backup Service
      • Modul: Document Encoder Service
    • Controller/API
      • Modul: REST Crud/Meta Controller/API
      • Modul: REST Document Controller/API
      • Modul: REST User Controller/API
      • Modul: RPC Controller/API
      • Modul: DAV Controller/API (CalDAV/CardDAV/WebDAV)
      • Modul: OCSP/CRL/Cert Controller
      • Modul: WebNode (Rendering)
        • Modul: RecOut Belegerzeugung
    • Client APIs
      • Modul: Ollama Ai API
    • Tools:
      • Modul: DocWorker für OCR
    • Modul/Lib: siehe intern

Eine Dr.DOC Archivumgebung besteht aus:

  • einer Benutzerverwaltung (*.BVD Datei) auf dem Dateisystem des Servers
    • Rechten und Rechtebezeichnern:
      • Benutzerrechte: Zugangsberechtigung zum Dr.DOC Benutzermanager
      • Archivrechte
      • Feldrechte
      • Datensatzrechte
      • Datensatzspezifische Rechte
    • Darin eingetragene Rechtssubjekte:
      • Benutzer: können sich anmelden, Rechte direkt haben oder erben
      • Gruppen: können Rechte Benutzer vererben und WF Bearbeiter/User klammern
      • Rollen: können Benutzern Rechte ohne Hierarchie vererben und WF Bearbeoter klammern
    • Darin eingetragenen Rechtsobjekte (*.BVP Datei):
      • Archive:
        • ein Archiv hat mehrere Felder (z.B. Belegnummer)
          • ein Feld hat mehrere Feldeigenschaften (z.B. Datentyp, Nummerngenerator)
        • ein Archiv hat mehrere Feldauswahlen mit Bezeichner (z.B. Suchvorlage, Sortierung, Auswahlliste)
        • und mehrere Dokumenten Container (NCI und CI)
        • Metadaten (Liste an Datensätzen)
          • Ein Datensatz hat:
            • mehrere Feldwerte/Feldinhalte
            • Dokument: Verlinkung zum Dokumentencontainer
            • OCR-Text
            • ggf. Besitzer

Sicherheitshinweise:
Sicherung: Alle Dr.DOC Verzeichnisse MÜSSEN regelmäßig, vollständig gesichert werden (Datensicherung/Backup); ggf. zusätzlich verschlüsselt, an einen anderen Standort (z.B. wegen Feuer, Krieg).
Vor einer Reorganisation sollte eine Datensicherung erfolgen, da sich der Zustand bestehender Metainfos und ggf. Dokumente ändern kann (z.B. bei geplanter, vollständigen Dok. Löschung aus dem Container).
Dr.DOC-Berechtigungen: Die Option im Benutzer-Manager -> Benutzer -> Tab "Beschreibung" -> Checkbox "Zugangsberechtigung für Benutzer-Manager" MUSS restriktiv verwendet werden (Admin kann und muss u.a. Rechte ändern und ausweiten können). Wir empfehlen, die Option im Benutzer-Manager -> Menü -> Benutzerverwaltung -> Eingeschaften -> "Automatische Anmeldung mit Netzwerk-Anmeldenamen" auf "Nein, kein Benutzer" zu setzen (deaktivieren). Falls "Benutzerspezifisch" ausgewählt wurde, sollte Benutzer-Manager -> Benutzer: Benutzer wählen -> Tab "Beschreibung" -> Checkbox "Automatische Anmeldung mit Netzwerk-Anmeldenamen" deaktiviert werden, sofern kein AD mit Domaincontroller sicher eingerichtet ist und in Dr.DOC korrekt angebunden wurde (in Benutzer-Datei %appdata%\Dr.DOC\ARCHIV.INI bzw. Vorlage-/Dienst: %programdata%\Dr.DOC\ARCHIV.INI: Wert anfügen [PFAFF_ARCHIV] SECURITY_LOGIN=1, Dr.DOC Dienst als Domänen-User ausführen, mit Impersonation Berechtigung für anzumeldende Benutzer).
Berechtigungen im Dr.DOC Benutzermnager sind additiv. Ein Recht, welches von einer Gruppe gegeben wurde, kann also von einer anderen, gleichwertigen Gruppe nicht genommen werden. Datensatzspezifische Datensatzrechte sind höherwertiger als Standard-Datensatzrechte aus der Archivverbindung. Direkte Benutzerspezifische Rechte sind höherwertiger als Gruppenrechte.
-> Tipp: wir empfehlen grundsätzlich:

  1. Archivverbindungen sollten i.d.R. nur einmal in einer Wurzel/Root Gruppe angelegt ("verbunden") werden. Diese Maßnahme reduziert die Komplexität.
  2. Definieren Sie auf Ebene der obersten Wurzel/Root Gruppe, einen "gemeinsamen Nenner" an Rechten (z.B. als Standard Archiv- und Datensatzrecht), die alle Mitglieder haben dürfen.
  3. Geben Sie Rechte den berechtigten Benutzern möglichst über Gruppen (additiv) und nicht den Benutzer direkt, da sich Berechtigungen der Mitarbeiter ändern können oder an Rollen gebunden sind.
    Beispiel: ein berechtigter Benutzer soll nur einzelne Datensätze eines Archivs sehen dürfen.
    Änderungen: Archivrecht -> Archiv wählen auf "ja" für Mitglieder einer Abteilung; im Standard-Datensatzrecht alle Rechte nehmen (verbieten) und nur für berechtigte Dr.DOC Benutzer/Gruppen Rechte bestimmte Rechte geben (erlauben), über Datensatzrechte oder Datensatzspezifische Rechte (%B% für eingetragen WF Bearbeiter); Rechte vererben über Gruppenmitgliedschaften nach Abteilung, Rolle, Funktion.

Prüfen und testen Sie die einzelnen Rechte (z.B. Datensatzrechte) der Dr.DOC Benutzer/Gruppen, ob die gemachten Konfigurationsänderungen im Benutzermanager Ihren Anforderungen entsprechen. Bitte beachten Sie, dass eine Änderung von Feldinhaltsspezifischen Datensatzrechten am Server, logischerweise auch die gesetzten/verknüpften Berechtigungen ändert, da dadurch die Bedingung geändert wird, wann/ob ein Recht greift. Feldinhaltsspezifische Feldauswahlen sind aus Sicherheitsgründen nur lokal am Server möglich.
Neue Feldauswahlen sollten grundsätzlich nur vom Dr.DOC Benutzer PUBLIC angelegt/geändert werden. Wenn Sie Feldauswahlen als Dr.DOC Benutzer PUBLIC ändern/anlegen, sind diese Feldauswahlen für alle Dr.DOC Benutzer sichtbar und wirksam (als Vorlage). Ein Dr.DOC Benutzer kann eine benutzerspezifische Feldauswahl (z.B. für Suchvorlage, Sortierung, Auswahlliste) angelegen und damit die Vorlage vom Benutzer PUBLIC für sich überladen.
-> Prüfen Sie regelmäßig:

  1. Alle Log-Dateien im Dr.DOC Temp Verzeichnis auf Fehler und Warnungen.
  2. Dr.DOC Web logs-Verzeichnis auf Fehler und Warnungen.
  3. Alle Dateien im Dubletten/Fehler Verzeichnis, z.B. im KOMM\Arbeit Verzeichnis.
  4. Dubletten/Fehler IMAP Verzeichnisse aus der E-Mail-Archivierung.

Wechselwirkung mit anderen Produkten:
Virenscanner: Virenscanner können während/nach der Installation wichtige Systemdateien entfernen oder zu archivierende Dokumente aus dem Hotfolder entfernen.
Netzwerk Ports: Netzwerkports werden von Dr.DOC exklusiv gebunden. Bitte achten Sie darauf, einen Port nur von einer App/Dienst zu belegen (und wenn doch, siehe Logs nach Fehlermeldungen).
TOTP oder TLS/X509 Zertifikatefehler: Bitte prüfen Sie die Uhrzeit Ihres Endgeräts und des Dr.DOC Servers. Die Uhrzeit MUSS Synchron sein.

Wechselwirkung mit Betriebssystem:
Betriebssystem: Dr.DOC benötigt ein Microsoft Windows Betriebssystem mit x86 Prozessorarchitektur (32 Bit oder 64 Bit), mindestens Windows 7 oder Windows Server 2012.
Dateisystem: Dr.DOC kann nur ordnungsgemäß funktionieren, wenn ausreichend Speicherplatz auf der Festplatte vorhanden ist. Andernfalls können keine Dokumente archiviert werden. Dr.DOC benötigt keine Dateifreigabe auf der Server Maschine, auf der ein Dr.DOC Server läuft. Der Hotfolder Import lässt sich auf einem anderen Gerät realisieren (pull).
Das Dr.DOC System-Verzeichnis (z.B. C:\DrDOC\SYSTEM) darf für Clients NICHT beschreibbar/veränderbar sein; also höchstens Read-Only lesbar sein, wenn ein "geteiltes System-Verzeichnis" gewünscht ist. Alle Dr.DOC Archiv-Verzeichnisse und alle anderen Dr.DOC Verzeichnisse auf dem Server MÜSSEN geschützt werden und dürfen für den Client NICHT zugreifbar sein.
Auch kann Dr.DOC nur so sicher sein, wie das System/Plattform/Betriebssystem/VM, auf der Dr.DOC läuft.
Kommunikation: Alle Dr.DOC Produkte kommunizieren zwischen Client und Server über TCP/IP Sockets. Dr.DOC Produkte kommunizieren untereinander über Mutex, Dateien und Netzwerk Sockets. Alle anderen Netzwerk-Ports und Dienste werden von Dr.DOC nicht direkt benötigt. Bis auf die von Dr.DOC verwendeten, gebundenen TCP/IP Ports kann aus Dr.DOC Sicht ein großteil aller Dienste und Port deaktiviert/geschlossen werden.
Dr.DOC benötigt grundsätzlich keine Windows Server CALs für Dr.DOC Benutzer; Windows CALs sind nur im Terminal-Betrieb notwendig.
Benutzerrechte und Dienste am Server: bitte beachten Sie, dass ein Dr.DOC Dienst nur Dateien von (Netz-)Laufwerken laden/importieren kann, auf die der Benutzer Zugriffsrechte hat (z.B. Dienst auführen als User ..). Der Dr.DOC Netzwerk Server Import (Hot-Folder) unterstützt UNC-Pfade. Bitte prüfen Sie im Fehlerfall zuerst (z.B. kein Import stattgefunden), ob der Import mit lokalen Pfaden ordnungsgemäß funktioniert.
Die für den Dr.DOC Netzwerk Server und Dr.DOC Web verwendete Dr.DOC Konfigurationsdatei ARCHIV.INI hängt am ausführenden Benutzer des Prozesses. Das ist bei Windows Diensten und Terminal-Servern i.d.R. %programdata%\Dr.DOC\ARCHIV.INI und bei normalen Windows Benutzern %appdata%\Dr.DOC\ARCHIV.INI. Kritische Einstellungen sollten in beide ARCHIV.INIs eingetragen werden.

Lizenz und Version:
Ihre Produktversion und Lizenz erkennen Sie unter:

  • Dr.DOC Netzwerk Client: Menü / Hilfe / Info über Dr.DOC..
  • Dr.DOC Web: Menü / Einstellungen / Lizenz

Mehr:
Siehe Benutzerhandbuch in Ihrer Dr.DOC Installation (Handbuch\D).

Konformitätserklärung:
Hiermit erklären wir als Hersteller, dass das Produkt "Dr.DOC Netzwerk Client/Server" (z.B. Dr.DOC N50 Lizenz) und "Dr.DOC Web" der GPSR (EU) 2023/988 entspricht.
München, 11.04.2025

Hersteller:

Dr.DOC GmbH
Geschäftsführung / Tobias Pfaff
Hesseloherstr. 9
D-80802 München
Email: info[at]drdoc.com

5. Beispiel

5.1. Änderungen

Intern: Siehe Dr.DOC Versionsverwaltung Sperr- / Freigabehistorie.
Beipiel:

Datum Änderung Autor
...

5.2. Kriterien und Anforderungen

  1. Verfügbarkeit
    1. Sicherung vor Verlust
    2. Dokumentation des Verfahrens
    3. Sicherheit des Gesamtverfahrens
  2. Vertraulichkeit
    1. Zugriffsschutz / Nutzung nur durch Berechtigte
    2. Einhaltung der Aufbewahrungsfristen / Löschung nur durch Berechtigte nach Ablauf der Frist
  3. Integrität
    1. Datenintegrität (Unversehrtheit von Daten).
      1. Vollständigkeit (GoBD-Kapitel 3.2.1)
      2. Richtigkeit (GoBD-Kapitel 3.2.2)
    2. Systemintegrität (korrekte Funktionsweise des IT-Systems)
      1. Nachvollziehbarkeit / Prüfbarkeit / Nachprüfbarkeit (GoBD-Kapitel 3.1)
      2. Zeitgerechte Buchung und Aufzeichnungen (GoBD-Kapitel 3.2.3)
      3. Ordnung (GoBD-Kapitel 3.2.4)
    3. Unveränderbarkeit / Schutz vor Veränderung und Verfälschung (GoBD-Kapitel 3.2.5)

5.3. Assets

Bitte entsprechend anpassen!

Asset-Type Kategorie / Asset Name Asset Owner:
Abteilung
Asset Owner:
Rechte
Schutzbedarf Sicherheit /
Klassifizierung
Ort /
Lage
Medium /
Form
Mensch / Persoal Rolle(n): Rechte und Pflichten
Fähigkeiten
  • Mitarbeiter:
    • User1
  • Supervisor:
    • GF
  • Buchhaltung:
    • ..
HR hoch vertraulich .. ..
Dokumentation und Organisatorische Abläufe Orgahandbuch VE read, write .. intern Papier
Hardware und HMI TSP / ISP: Telekom IT
Router
  • Port Forwarding: tcp/443 + tcp/80
IT
Switch
  • Subnetz1
IT
E-Mail-Server IT
Server
  • Hostname server1
  • IP
IT Schrank 2
OS, Betriebssystem MS Server 2025 IT intern VM1 /
Hostname server1
Apps, Software, Services und Systeme Software Dr.DOC
Usermanager Beispiel
Archive mit Feldern, Eigenschaften, FAs
DS mit Feldwerten und Dokument
IT hoch intern
  • C:\DRDOC
  • D:\ARCHIV
digital / VM Image
Dr.DOC Archiv Personalakten/Arbeitsverträge HR Datensatz: read, write
Dokument: read, append
hoch vertraulich digital / Archiv
Dr.DOC Archiv für
Eingangsrechnungen + LS
Einkauf Datensatz: read, write
Dokument: read, append
hoch intern digital / Archiv

5.4. Ablauf

Ein Ablauf definiert z.B. Zustandsänderungen von Assets.

5.4.1. Lebenszyklus eines Eingangsdokuments (Beispiel)
Bezeichnung Initiierendes Asset Betroffene Assets Zustandsänderung
Posteingang: Vorqualifizierung Posteingang User
  • E-Mail
  • Brief
  • Dokumentenablage (Papier)
Erzeugen mehrerer Stapel, Trennung nach Kontext, Verschieben in E-Mail Verzeichnisse
  • z.B. Nach Mandant
    • Firma Holding GmbH & Co. KG
    • Firma Tochter GmbH
  • z.B. Nach Belegart
    • Spam
    • Eingangsrechnung
    • Schriftgut
    • Supportfall
Erfassung als digitalen Repräsentation (z.B. Scan) Posteingang User
  • Brief
  • E-Mail
  • Hardware: Scanner: z.B. fi-7140
  • System: Dr.DOC E-Mail-Archivierung
  • Scannen von Brief (physisch/Papier) nach TIFF
  • Archivieren via Dr.DOC Netzwerk Server von Hotfolder N:\IMPORT\INVOICE nach Archiv ..
  • Archivieren via Dr.DOC Web von E-Mail-Postfach invoice@firma.com nach Archiv ..
Automatische Verschlagwortung je nach Archiv / Feldvorbelegung / Import-Def. Dr.DOC
  • Dr.DOC Datensatz
Feldwerte erkennen und ändern mittels:
  • Feldvorbelegung
  • Dokumenttext laden via OCR
  • KI
  • Regex Autofelder
  • Aus Dokument Metadaten / Document Encoder (z.B. E-Mail, E-Rechnung, ..)
  • PDF Analyse
  • Spool
  • Cold
  • OCR Forms
Ablage des Originals Posteingang User
  • Brief
  • E-Mail
  • System: Dr.DOC E-Mail-Archivierung
  • Spam: zum Löschen markieren / Vernichtung
  • Physisches Papier: Ablagebox, Chronologisch mit Archiviert-Markierung
  • Von Hotfolder N:\IMPORT\INVOICE nach:
    • gelöscht: Erfolgreich in Dr.DOC Archiviert
    • z.B. D:\ARCHIV\KOMM\ARBEIT\Duplicates discarded: Dublette erkannt und verworfen
    • z.B. D:\ARCHIV\KOMM\ARBEIT\Error: Fehler bei der Verarbeitung, siehe D:\ARCHIV\KOMM\import.log
  • Von E-Mail-Postfach invoice@firma.com nach:
    • IMAP-Folder DrDocArchive/Success: Erfolgreich in Dr.DOC Archiviert
    • IMAP-Folder DrDocArchive/Duplicate: Dublette erkannt und verworfen
    • IMAP-Folder DrDocArchive/Error: Fehler bei der Verarbeitung, siehe logs
Verschlagwortung / WF Bearbieter setzen Posteingang User
  • Dr.DOC Datensatz
Setzen bzw. Überprüfen der von vorausgefüllten Feldwerten:
  • Freigabe User / Besteller Sachbearbeiter festlegen
  • WF starten
WF Schritte: z.B. Freigabe Sachbearbeiter/Besteller, Freigabe Buchung, Freigabe Zahlung Freigabe User
  • Dr.DOC Datensatz
  • prüfen, buchen etc..
Sperrung Sperr/AL User
  • Dr.DOC Datensatz
Im Dr.DOC Datensatz das Dokument sperren, z.B. wenn alle WF erledigt wurden oder über ein Checkbox Bool Feld, mit Datensatzspezifischer Berechtigung
Recherche Mandanten User
  • Dr.DOC Datensatz
Keine Änderung
Löschung:
  • wg. Ablauf der Aufbewahrungsfrist
  • wg. DSGVO o.ä.
Lösch User
  • Dr.DOC Datensatz

6. Risikomanagement

6.1. Iterativer Prozess zur Risikominderung

  • Risikoanalyse:
    • Festlegung der Grenzen
    • Identifizierung der Gefährdungen
    • Risikoeinschätzung (Schadenspotential)
    • Risikobewertung (Eintrittswahrscheinlichkeit)
  • Wurde das Risiko hinreichend vermindert?
    • Ja
      • Dokumentation
      • Ende
    • Nein
      • Risikominderung durch:
        1. Inhärent sichere Konstruktion
        2. Technische Schutzmaßnahmen
        3. Benutzerinformation
  • Wurde die vorgesehene Risikominderung erreicht?

6.2. Compliance und regulatorisches Umfeld

Sofern Sie KI Funktionen nutzen, muss ggf. der AI-Act der EU erfüllt werden. Dafür sollte in einem ersten Schritt das Risikopotenzial durch KI Verwendung ermittelt werden. i.d.R. haben Dr.DOC Anwendungen/Implementierungen ein "Minimales Risiko" bis "Begrenztes Risiko" ohne "systemisches Risiko" nach EU AI Act.
Dabei gilt: je höher das Risiko, desto strenger die Anforderungen.

6.3. Schadensbewertung: Schadensbetrag und Eintrittswahrscheinlichkeit

Bitte entsprechend anpassen!

Schadensbetrag:

Schadensbetrag bzw. Schadensausmaß in EUR Bewertung
< 10 Tsd. sehr sehr gering
>= 10 Tsd. sehr gering
>= 10 Mio. gering
>= 25 Mio. mittel
> 50 Mio. hoch

Eintrittswahrscheinlichkeit:

Eintrittswahrscheinlichkeit in % Bewertung
< 5 % sehr unwahrscheinlich
5% - < 25% unwahrscheinlich
25% - < 50% möglich
50% - 75% wahrscheinlich
> 75% sehr wahrscheinlich

Risikoklassen:
Definition: Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von [...].

  • sehr sehr gering
  • sehr gering
  • gering
  • mittel
  • hoch

6.4. Risiken

Ereignis Schadenspotential Eintrittswahrscheinlichkeit Schadensbetrag Aktionen / Vermeidungsmaßnahme Inhärente, technische Schutzmaßnahmen Risiko nach Mitigierung
Datei/Festplatte Schreibfehler kein bis vollständiger Datenverlust sehr unwahrscheinlich sehr gering
  • regelmäßige Datensicherung/Backups, an einen anderen Standort, ggf. verschlüsselt
  • RAID 10
  • ausreichend freier Speicherplatz
  • Der zuletzt gültige Datensatz bleibt lesbar; evtl. muss der Datensatz entsperrt werden
sehr sehr gering
Festplatte voll Störung des ordnungsgemäßen Betriebs / keine Änderungen möglich / Beendigung des Dienstes möglich mittel
  • ausreichend freier Speicherplatz
  • Error Logging aktivieren
  • Automatisches Error Messaging aktivieren via SMTP für min. Log Level Warn + Error aktivieren
  • Error Logging
  • SMTP Error Logging "Festplatte voll"
sehr sehr gering
Unbefugtes, Direktes Bearbeiten von Dateien am Server Störung des ordnungsgemäßen Betriebs, Datenzerstörung oder Manipulation unwahrscheinlich sehr hoch
  • regelmäßige Datensicherung/Backups, an einen anderen Standort, ggf. verschlüsselt
  • Server Hardware + System sichern: Dr.DOC ist nur so sicher wie das System auf dem es läuft
  • Prüfsummendurchlauf
  • Nur notwendige Dienste und Ports öffnen
  • Signatur Prüfung von DLLs aktivieren
  • Dr.DOC Archiv-Container
sehr sehr gering
MITM / Abhören der Kommunikation Anmeldung als Benutzer(je nach Nutzerrecht), Rechteausweitung möglich hoch
  • Verschlüsselung aktivieren / x509 TLS Zertifikat installieren
  • Signierte Zertifikate verwenden / Stamm bzw. Intermediate Zertifikat installieren
  • Netzerk Server / Registrierung / Verschlüsselung aktivieren
  • VPN einrichten
  • Verschlüsselung der Kommunikation
sehr sehr gering
Passwort Bruteforce Angriff Anmeldung als Benutzer, Datensätze zum Löschen markieren, Metadaten bearbeiten etc. (je nach Nutzerrecht), Rechteausweitung möglich hoch
  • Web: TOTP verwenden
  • Sichere Passwörter verwenden
  • Nicht ein Passwort für alle Systeme
  • Default-Passwörter nach Installation ändern
  • Detaillierte Logs
  • Web: TOTP
sehr sehr gering
Rechteausweitung Anmeldung als Benutzer (je nach Nutzerrecht) möglich hoch
  • bei Datensatzspezifischen Rechten die Feldvorbelegung prüfen, zusammen mit Feldrecht "ändern wenn leer" definieren sowie "ändern"
  • "Zugangsberechtigung zum Benutzermanager" sehr restriktiv verwenden zusammen mit Organisatorischen Maßnahmen (4-Augen-Prinzip)
  • Nur User mit "Zugangsberechtigung zum Benutzermanager" können Rechte ändern
sehr sehr gering
Schadhafte/Virus Datei wird archiviert Word *.doc mit schadhaftem Makro wahrscheinlich hoch
  • Virenprogramm am E-Mail-Server vorschalten
  • Schulung: nur Vertrauenswürdige Dokumente öffnen
  • SafeHtml als Sanitizer
  • Web: CORS / access-control-allow-origin
  • Angezeigter Inhalt niemals ausführen
sehr sehr gering
DDOS Angriff Kein Netzwerkzugriff für Nutzer möglich möglich mittel
  • Firewall aktivieren und konfigurieren
  • Proxy zwischenschalten
  • Ports nur intern freigeben, kein Portforwarding am Router zum Internet
  • Nur vertrauenswürdige Geräte ins Netzwerk lassen
sehr sehr gering
Krieg, Feuer, Wasserschaden Störung des ordnungsgemäßen Betriebs, Datenzerstörung möglich hoch
  • regelmäßige Datensicherung/Backups, an einen anderen Standort, ggf. verschlüsselt
  • Vollständige, regelmäßige Backups, z.B. Restic oder Backup Script nach automatischer Dr.DOC Netzwerk Server Reo
sehr sehr gering
Löschen vor Ablauf der Aufbewahrungsfrist möglich hoch
  • Standard Datensatz Recht anpassen: Löschen/Ändern: "nein"
  • Datensatzspezifische Berechtigung; Löschen auf "ja" mit Feldauswahl z.B. Datum: <%D-3653%
  • Feld Datum mit Editlock: Ändern: "nein", Ändern wenn leeer: "ja"
  • Löschen als zusätzliches Recht ja nach Feldwert
sehr sehr gering
Fehler bei Einhaltung der Aufbewahrungsfristen möglich mittel
  • Erfassungsdatum als eigenes Feld via Feldvorbelegung: %D%
  • Suchvorlagen definieren mit relativem Datum: <%D-3653%
  • Autofelder und Feldvorbelegung in Kombination mit Feldrechten (ändern: nein)
sehr sehr gering
Dokument oder Metainfo wird geändert möglich mittel
  • ggf. Metadaten Änderungen verbieten, wenn WF abgeschlossen wurde
  • Versionsverwaltung: Neue Version bei Änderung
  • Dokument Löschen/Ändern standardmäßig verbieten
  • Unveränderbarkeit: Versionsverwaltung: Neue Version bei Release / Metadaten Änderung
  • Nachvollziehbarkeit: Versionshistorie anzeigen
sehr sehr gering
Rechnung wird falsch gebucht
flasche Vorbelegung durch KI
möglich hoch
  • Workflows einrichten und testen
  • ggf. Rollen/Gruppen als Feldvorbelegung vergeben, keine Personen, wg. Krankheit
  • Richtigkeit: Workflows mit Freigabe Userns
  • Dynamische Vertretungsregeleung %RV%
sehr sehr gering
Falsche Antwort/Information im Chat durch KI wahrscheinlich hoch
  • Schulung der Anwender
  • Integrierter Risikohinweis
gering
Dokument wurde nicht archiviert möglich mittel
  • Netzwerk Server: Regelmäßig das Fehler- und Dublettenverzeichnis prüfen sowie KOMM\import.log
  • Netzwerk Server: Import Dubletten/Fehler Verzeichnis prüfen, z.B. KOMM\Arbeit
  • Dr.DOC Web: E-Mail-Archivierung: Regelmäßig die IMAP Folder prüfen: DrDocArchive/Error und DrDocArchive/Duplicate
  • ggf. Feldauswahl für Eingabedublettenprüfung überarbeiten
  • Detaillierte Logs
  • Klare Zustände:
    • Nicht Archiviert - Ursachen:
      • Fehler
      • Dublette
      • Verworfen
    • Erfolgreich Archiviert
sehr sehr gering
Dokument wurde mehrfach archiviert möglich mittel
  • Eingabedublettenprüfung: Schlüssel DS auf Trigger-Feld anlegen
  • Eingabedublettenprüfung definieren
  • Integrierte Eingabedublettenprüfung
sehr sehr gering
Dokument/Metanfo wird nicht/falsch/unvollständig gespeichert sehr unwahrscheinlich hoch
  • Durchgängige Logik und Konzepte
  • Sicherheit durch Einfachheit
  • Prozessübergreifende Sperrverwaltung für Datensatz und Archiv
  • Eindeutige Error Codes für Logs und Fehleranalyse
  • Klar definierte Datensatz-Zustände
  • Auslieferung als Phased Release
  • Unit Tests vor Auslieferung
sehr sehr gering
Ein Benutzer hat einen Datensatz bearbeitet/gesehen/gesucht/geändert sehr wahrscheinlich gering
  • Journal/Archiv für Änderungsverwaltung einrichten und Trigger Felder setzen
  • Im Journal/Änderungsverwaltung: nach Änderungen/Aktionen für den Benutzer suchen
sehr sehr gering
Ein Benutzer hat einen Datensatz unbefugt bearbeitet/gesehen/gesucht/geändert wg. Fehlkonfiguration unwahrscheinlich hoch
  • Journal/Archiv für Änderungsverwaltung einrichten und Trigger Felder setzen
  • Im Benutzermanager Benutzerrechte testen: Klick auf Benutzer + Recht
  • Abläufe testen
  • Rechte ändern (z.B. Datensatzrecht Dokument löschen verbieten)
  • Im Journal/Änderungsverwaltung: nach Änderungen/Aktionen für den Benutzer suchen und alte Daten wiederherstellen
sehr gering

Rekursive Archivierung (Document Encoder/Decoder)

  1. Ziel und Zweck
  2. Selector
  3. Mapping
    3.1. Bidirektionales Mapping
    3.2. Standardfeldauswahlen für das Mapping
    3.3. Freie Fixwerte (Suffix, Präfix)
    3.4. Positionierte Fixwerte
  4. Rekursive Archivierungsregeln
    4.1. Standard Document Encoder
  5. Document Encoder/Decoder Typen Übersicht
  6. Document Encoder Struktur
    6.1. Namen, Typen und Vererbung
    6.2. Sicherheit und Berechtigungen
    6.3. Eigenschaften (Properties)
  7. Beispiel Struktur von mehreren Document Encoder Instanzen

1. Ziel und Zweck

Document Encoder dienen dem Mapping zwischen Dokument zu Metadaten (teils bidirektional) sowie der Verarbeitung der eingebetteten Dokumente (rekursive Archivierung).
Der primäre Zweck der rekursiven Archivierung ist das strukturierte Auslesen (Dokument zu Metadaten) mit deren eingebetteten Inhalten (z.B. E-Mail-Anhänge) durch regelbasierte Archivierung.

2. Selector

Ausgelöst wird die rekursive Archivierung beim Import bzw. durch eine API beim Export. Ob eine rekursive Archivierungsregel/Document Encoder ausgeführt wird, entscheidet der Selector.
Dabei können unterschiedliche Merkmale verwendet werden, z.B. Datei Typ/Extension, Archiv Name, Dateiname, Feldauswahl(en) mit UND/ODER verkettet.

3. Mapping

Jedes Dateiformat/Dokument Typ hat bestimmte logische Funktions Felder, die über eine Dr.DOC Feldauswahl „gemappt“ werden. z.B. für E-Mails: E-Mail Absender zu Dr.DOC Feld "EmailFromAddr".
I.d.R. ist das Mapping unidirektional, vom Dokument zur strukturierten Metainfo.

3.1. Bidirektionales Mapping

Für einige Dateiformate ist es möglich, diesen Vorgang umzukehren (Metadaten zu Dokument) und aus den Metadaten wieder ein Dokument zu generieren (derzeit nur Termine, Aufgaben, Kontakte, CSV). Das findet Verwendung bei der Nutzung von CalDAV und CardDAV sowie dem Export.

Ein vollständig bidirektionales Mapping ist nur möglich, wenn die Metadaten Struktur des Archivs jedes Dokument des Typs vollständig und ohne Informationsverlust repräsentieren/abbilden kann.

3.2. Standardfeldauswahlen für das Mapping

Der Name der Dr.DOC Standard-Feldauswahl hat grundsätzlich das Präfix „DD_“ und in ist i.d.R. vom Dr.DOC Feldauswahl Typ Import Ascii.
Beispielhafter Anwendungfall wären Kontakte mit DD_CONTACT oder E-Mails mit DD_EMAIL. In einem allgemeinen Schriftgutarchiv müsste man unterscheiden. z.B. Ist es der Dokument-Typ Brief oder Lieferschein? Ist die E-Mail Eingehend oder ausgehend?.

Die Definition einer Standard-Feldauswahl ist nur sinnvoll, wenn das Mapping im Archiv invariant zum jeweiligen Dokument des entsprechenden Typs ist, kann aber dennoch als Fallback für das Mapping des Prototypes (wenn kein eigens angelegter Document Encoder explizit greift) sinnvoll sein.

3.3. Freie Fixwerte (Suffix, Präfix)

Es können Fixwerte in Double Quotes "Fixwert" eingetragen werden, z.B. als Suffix oder Präfix, z.B. "From: " FROM_ADDRESS
Die Mapping Eigenschaften werden von den Fixwerten durch (Blank) betrennt.
" werden als \" escaped, also z.B. "Hallo \"Welt\""

3.4. Positionierte Fixwerte

Es gibt die Möglichkeit, Fixwerte in Tabellenzeilen zu positionieren, mit einem : nach der Mapping Eigenschaft Syntax:
PROP: "Fixwert"

Das ist nützlich, wenn eine Tabelle mit mehrere Spalten hat.
Beispiel: In die Tabellenzeile, in die die Absender E-Mail-Adresse eingetragen wird (Feld EmailAddress), "From:" in Feld EmailType eintragen
EmailType: FROM_ADDRESS: "From:"
EmailAddress: FROM_ADDRESS

4. Rekursive Archivierungsregeln

Diese Funktion ist sinnvoll für "zusammengesetzte" und "verschachtelte" Dateiformate (z.B. E-Mails, Zip, ZUGeRD). D.h. bei Dokument Typen, die eingebettete Dokumente haben können.
Die Funktionen der rekursiven Archivierung kann z.B. mit der E-Mail-Archivierung kombiniert werden.
Über die rekursiven Archivierungs Regeln können spezielle Definitionen erstellt und verkettet werden.

Beispiel: Aus einer E-Mail wird eine eine ZIP-Datei gelesen, daraus soll ein PDF Dokument archiviert werden, aber die Metadaten sollen aus der Embedded XML aus der PDF-Datei geholt werden.
Oder: archiviere nur die PDFs aus einer E-Mail, wobei die Anhänge nicht mit „AGB“ beginnen dürfen und falls darin eine ZUGeRD XML enthalten ist, übertrage die Rechnungsinformationen in die Metainfo.

4.1. Standard Document Encoder

Alle Document Encoder, die mit STD_ beginnen, werden bei jedem Update/Upgrade von Dr.DOC Web automatisch vollständig überschrieben. Wenn Sie einen Standard Document Encoder nutzen wollen, kopieren oder überlanden Sie diesen (Prototype).
Alle Document Encoder, die mit DEFAULT_ beginnen, werden bei jedem Update/Upgrade von Dr.DOC Web automatisch angelegt, jedoch nie überschrieben.
Sie sollten daher keine eigenen Document Encoder anlegen, die mit folgendem Namen beginnen: STD_, DEFAULT_

5. Document Encoder/Decoder Typen Übersicht

Dokumenten-Format Extensions Mapping Rekursiv?
PDF Dokument *.pdf, *.tiff, *.tif Verschlagwortung via KI oder Regex Autofelder.
OCR Text über Archivspezifische INI im FORM-Verzeichnis:
[PDF_TEXT]
Fieldname=<OCR-Feldname>
Embedded Files archivieren; z.B. Xrechnung.xml oder zugferd xml rekursiv archivieren
E-Mail *.eml, *.msg Default Feldauswahl ASCII-Import-Definition „DD_EMAIL“:
  • FROM
  • FROM_NAME
  • FROM_ADDRESS
  • FROM_TYPE
  • FROM_DOMAIN
  • TO
  • TO_NAME
  • TO_ADDRESS
  • TO_TYPE
  • TO_DOMAIN
  • BCC
  • BCC_NAME
  • BCC_ADDRESS
  • BCC_TYPE
  • BCC_DOMAIN
  • CC
  • CC_NAME
  • CC_ADDRESS
  • CC_TYPE
  • CC_DOMAIN
  • SUBJECT
  • DATETIME
  • DATE
  • TIME
  • ID
  • BODY
  • BODY_TEXT
  • BODY_HTML
  • ATT
Es können Fixwerte in Double Quotes "Fixwert" eingetragen werden, z.B. als Suffix oder Präfix, z.B. "From: " FROM_ADDRESS
Anhänge und Termine
XML *.xml Default Feldauswahl ASCII-Import-Definition „DD_XML“:
Je Feld ein XPath
Der XPath darf von einem Prefix und Suffix umgeben sein. z.B. Document/Rabatt "%"
z.B. mit Optionalem Prefix, wenn kein Wert gefunden wurde:
Property1/SubProperty2 "1"?
z.B. für mehrere alternative Pfade mit Property1/SubProperty2\ PropertyX/SubProperty2 "1"?
CSV *.csv Default Feldauswahl ASCII-Import-Definition „DD_CSV“: Zeilen als neuen Datensatz
JSON *.json Default Feldauswahl ASCII-Import-Definition „DD_JSON“:
Syntax für Wert einer Property:
Property1/SubProperty2
z.B. mit Prefix:
Property1/SubProperty2 "%"
z.B. mit Optionalem Prefix, wenn kein Wert gefunden wurde:
Property1/SubProperty2 "1"?
z.B. für mehrere alternative Pfade mit "\ "
Property1/SubProperty2\>PropertyX/SubProperty2 "1"?
Beispiel JSON:
{ Property1: { SubProperty2: "value" } }
Syntax für die Property von Array Elementen:
Property1/\*/SubProperty3
Beispiel JSON:
{ Property1: [ { SubProperty2: "value 1" }, { SubProperty2: "value 2" }, ] }
JPEG *.jpg, *.jpeg Feldauswahl ASCII-Import-Definition „DD_JPG“:
  • LOCATION (GPS Location)
  • LOCATION_LAT
  • LOCATION_LON
  • DATE (Aufnahme-Datum auslesen)
  • TIME (Aufnahme-Zeit auslesen)
  • DATETIME (Aufnahme-Datum/Zeit auslesen)
  • ADDRESS URL;XPAth1;XPath2;XPath3z.B.: ADDRESS https://nominatim.openstreetmap.org/reverse?format=json&lat={latitude}&lon={longitude}&zoom=18&addressdetails=1;/address/road;/address/house_number;/address/city;/address/postcode;/address/country;/address/country_code
ZIP *.zip Alle Dateien / Entries
Termine iCal
Ausgabe, Notiz, Journal, Termin
*.ics Feldauswahl "Kalender-Terminfelder"-Definition „DD_EVENT“ für Termine,
Feldauswahl "Kalender-Aufgabenfelder"-Definition „DD_TASK“ für Aufgaben,
Feldauswahl "Kalender-Terminfelder"-Definition „DD_NOTE“ für Notizen/Journal:
  • ID
  • Location
  • CalStartDateTime
  • CalStartDate
  • CalStartTime
  • CalEndDateTime
  • CalEndDate
  • CalEndTime
  • CalCompleted
  • Priority
  • CalSubject
  • CalUser
  • CalText
  • Categories
  • CalDuration
  • CalSeriesPeriod
  • CalRemDeadline
Kontakte V-Card *.vcf Feldauswahl ASCII-Import-Definition „DD_CONTACT“:
  • NAME
  • PRENAME
  • LASTNAME
  • TITLE
  • ORG
  • BIRTHDAY
  • EMAIL
  • EMAIL<1-5>
  • PHONE
  • PHONE<1-5>
  • FAX
  • FAX<1-5>
  • STREET
  • CITY
  • REGION
  • ZIP
  • COUNTRY
  • NOTE
  • WEB

6. Document Encoder Struktur

Um die Archivierung regelbasiert zu steuern, werden folgende Einstellungen im Dr.DOC Web Konfigurationsarchiv „node“ ausgelesen:

6.1. Namen, Typen und Vererbung

Type: ConfigWebNode
Name: config/recursive
Name: config/recursive/<Rule-Name>

Eine Vererbung über den Prototype-Namen ist möglich. Wenn Property Values aus dem Prototype geladen werden sollen, muss das „Inherit“ Flag in der Property gesetzt sein oder die Property nicht angegeben werden.

Alle Properties haben i.d.R. den Type ConfigWebNode.

Rekursive Archivierungsregeln sind Instanzen des jeweiligen Document Encoders/Decoders.
Die Rekursiven Archivierungsregeln (Document Encoder/Decoder Instanz) beziehen sich immer auf einen bestimmten Datei/Dokument-Typ (Document Encoder/Decoder), der über die Property Proto_Extension oder Proto_Type gesteuert werden kann.
Der Document Encoder/Decoder definiert, wie Felder grundsätzlich "gemappt" werden sollen (eine E-Mail hat einen Betreff und ein PDF Dokument OCR Text).
Die Document Encoder/Decoder Instanzen definieren, wann welches Dokument wie archiviert werden soll. Die Steuerung erfolgt durch Feldauswahlen (z.B. Suchvorlage oder Feldvorbelegung) und Dateinamen (z.B. Extension).
Sollte beim Archivieren keine passende Document Encoder/Decoder Instanz gefunden werden, wird der entsprechende Document Encoder/Decoder Prototyp gewählt.

Rekursion:
Eine Document Encoder/Decoder Instanz kann über die Property Recursive weitere Document Encoder/Decoder Instanzen definieren. Sollte ein Dokument weitere Dokumente "embedded" haben (z.B. Anhänge in einer E-Mail, Embedded XML in einer PDF, Dateien in einer ZIP), werden diese Dokumente durchlaufen, mit den in der Property Recursive angegebenen Document Encoder/Decoder Instanzen.
Über die Property Action kann die Verarbeitung von Dokument und Meta-Info gesteuert werden.

6.2. Sicherheit und Berechtigungen

Aus Sicherheitsgründen sollte der Datensatz nur für den Server und berechtigte Administratoren zugreifbar sein, indem das Feld "User" auf den Wert "System-Group" gesetzt wird (Standardeinstellung).

6.3. Eigenschaften (Properties)

über die Document Encoder Properties lässt sich das Verhalten eines Document Encoders einstellen.

Property Type Property Name Beschreibung Mögliche Werte
BoolWebNode Enabled Gibt an, ob die Regel aktiv ist. Wenn nichts angegegeben ist, wird der Wert "true" angenommen. true, false
ConfigWebNode Proto_Type Document-Encoder/Decoder Typ
Derzeit unbenutzt.
ConfigWebNode Proto_Extension z.B. "*.eml|*.msg“ Wählt den Document-Encoder/Decoder über die File-Extension des zu archivierenden Dokuments.
ConfigWebNode Selector_UsermanagerName Usermanager-Name oder voller Pfad zur BVD Datei
ConfigWebNode Selector_ArchiveName Archiv-Name oder voller Pfad zur KOMM\SERVER\*.da Datei
ConfigWebNode Selector_Filename Regel für Dateiname (z.B. *.eml|*.msg)
ConfigWebNode Selector_FieldSelectionNames Pro Zeile ein Wert.Name der Feldauswahl(en), mit der das Dokument verglichen werden soll.
BoolWebNode Selector_FieldSelectionAND - „true“: gibt an, dass alle Selector_FieldSelectionNames „wahr“ sein müssen
- „false“: es genügt, wenn nur eine „wahr“ ist
true, false
ConfigWebNode Selector_FieldSelectionCaseSensitive - „true“: beim Vergleich Groß-/Kleinschreibung beachten
- „false“: Groß-/Kleinschreibung ignorieren
true, false
ConfigWebNode Selector_FieldSelectionType Feldauswahl-Typ festlegen IMPORT_ASCII, EXPORT_ASCII, FIELDCONTENT, CAL_APPOINTMENT, CAL_TASK, PRESET, SEARCHTEMPLATE
BoolWebNode Selector_FieldSelectionGetMetaFromDoc Default: false
Sollte nur "true" sein, wenn eine Feldauswahl angegeben wurde und sich der Wert der Meta-Info für die Feldauswahl-Prüfung Selector_FieldSelectionNames, aus dem Inhalt des Dokuments ableitet (Document Encoder).
Es wird dieser Document Encoder zum Laden der Metas-Info aus dem Dokument verwendet, mittels MapFieldSelectionName und MapFieldSelectionType.
true, false
BoolWebNode Selector_EmptyMetaInfoAllowed Default: true
Gibt an, ob es ein Positiver Selector ist, wenn eine Meta-Info/Profildaten leer ist und Selector_FieldSelectionNames definiert sind.
true, false
ConfigWebNode Action Ab V114 / 28.08.2025
Die Property "Action" wird bei der Archivierung angewendet, besonders relevant bei rekursiver Archivierung; also wenn "Recursive" vom Aufrufer definiert wurde.
Damit kann die Verarbeitung von Dokument und Meta-Info gesteuert werden, bei einer mehrstufigen Verarbeitung.
-> Skip: überspringen: Meta-Info und Dokument ignorieren. Es werden nur Document Encoder unter "Recursive" verarbeitet. Beispiel: E-Mail ignorieren aber Anhänge archivieren.
-> CreateDocument: Neues Dokument erstellen, mit neuer Meta-Info. Falls dieser Document Encoder ein Recursive Document Encoder ist, kann der Aufrufer mit Recursive_SkipAndAppendOCR: true diesen Document Encoder im Document Encoder Result auf Action: Skip setzen.
---
Migration auf V114
Alle Actions mit Merge oder None erhalten mit der Migration auf V114 automatisch die Action Skip, sowie, falls alle Recursive Document Enocder die Action Skip haben, Recursive_MapFields mit *, Recursive_MapFieldsReverse mit *, Recursive_SkipAndAppendOCR mit true, für das Mapping/Merge aller Feldwerte.
--
Migration von V110 -> V111
Alle Actions mit CreateDocumentMerge erhalten mit der Migration auf V111 automatisch die Action CreateDocument und Recursive_MapFields mit *, für das Mapping/Merge aller Feldwerte.
---
Bis V110 / 22.08.2025
Die Property "Action" wird nur angewendet, bei rekursiver Archivierung; also wenn "Recursive" vom Aufrufer definiert wurde.
Damit kann die Verarbeitung von Dokument und Meta-Info gesteuert werden.
-> Skip: überspringen: Meta-Info und Dokument ignorieren. Document Encoder unter "Recursive" verden verarbeitet. Beispiel: E-Mail ignorieren aber Anhänge archivieren.
-> None: kein neues Dokument erstellen und Meta-Info/Profildaten in den aufrufenden Datensatz laden, aus der Meta-Info aus diesem Dokument (je nach Document Encoder). Es wird das erste Dokument in der Kette der Document Encoder erstellt, wenn alle rekursiven Document Encoder die Action None haben.
-> CreateDocument: Neues Dokument erstellen, mit neuer Meta-Info.
-> CreateDocumentMerge: Nur angewendet, wenn der Aufrufer (rekursiv) das gleiche Archiv hat. Neues Dokument erstellen, aber Meta-Info/Profildaten vom Aufrufer übernehmen. Dateinamen Autofleder F und FO sowie Dateinamen Variablen (aus Feldvorbelegung) %F% und %FO% werden zurückgesetzt, damit der Dateiname des rekursiven Dokuments verwendet wird. Z.B. um für einen E-Mail-Anhang (dieser), die Abesender E-Mail-Adresse aus der E-Mail-Nachricht (Aufrufer) zu übernehmen.
Skip, CreateDocument
ConfigWebNode Action_FieldPreselectionName Name der Feldvorbelegung für das Erstellen neuer Dokumente/Datensätze. Es können mehrere Meta-Infos angegeben werden zur Kombination.
Es werden keine Feldwerte überschrieben (siehe Action_FieldPreselectionOverwrite).
ConfigWebNode Action_FieldPreselectionOverwrite Default: false
Gibt an, ob die Feldauswahl für Feldvorbelegung Feldwerte überschreiben kann.
true, false
ConfigWebNode MapFieldSelectionName Name der Mapping-Feldauswahl
ConfigWebNode MapFieldSelectionType Typ der Mapping Feldauswahl IMPORT_ASCII, EXPORT_ASCII, FIELDCONTENT, CAL_APPOINTMENT, CAL_TASK, PRESET, SEARCHTEMPLATE
ConfigWebNode Recursive Pro Zeile ein Wert.Name(n) der Rekursiven Archivierungs-Einstellung(en) die für Anhänge dieses Dokuments durchlaufen werden sollen.z.B. "config/recursive/RE PDF CreateDocument".
ConfigWebNode Recursive_ExecuteAll Default: false
Alle rekursiven Document Encoder ausführen, welche die Kriterien erfüllen (Enabled, Selected_ etc.).
Also NICHT beim ersten erfolgreichen Document Encoder abbrechen.
true, false
ConfigWebNode Recursive_ExecuteDefault Default: false
Nachdem alle recursiven Document Encoder aus der Property Recursive durchlaufen wurden, ggf. zusätzlich die default/Standard/Prototype Document Encoder ausführen (z.B. DD_EMAIL, DD_TASK, DD_CONTACT, DD_XML, DD_JSON etc.)
true, false
ConfigWebNode Recursive_SkipAndAppendOCR Default: false
Für Datenübergabe vom Recursive Document Encoder an diesen Document Encoder (Aufrufer): Action des Recursive Recursive Document Encoder Result auf "Skip" setzen, und Feldwerte wie in "Recursive_MapFieldsReverse" angegeben übernehmen, und OCR Text übernehmen.
true, false
ConfigWebNode Recursive_MapFields Ab V111 / 22.08.2025
Felder Mappen / Mergen zwischen diesen und dem recursive Document Encoder. Ein Mapping zwischen verschiedenen Archiven ist möglich.
  • *: Alle Felder mergen / mappen
  • Quellfeld=>ZielFeld: gefüllte Feldwerte vom Quell-Feld ins Ziel-Feld übertragen; Einträge zeilenweise angeben.
Dateinamen Autofleder F und FO sowie Dateinamen Variablen (aus Feldvorbelegung) %F% und %FO% werden zurückgesetzt, damit der Dateiname des rekursiven Dokuments verwendet wird. Z.B. um für einen E-Mail-Anhang (dieser), die Absender E-Mail-Adresse aus der E-Mail-Nachricht (Aufrufer) zu übernehmen oder die E-Mail-Message-ID als logische Klammer.
* oder
sourceFieldName2=>TargetFieldName2
ConfigWebNode Recursive_MapFieldsReverse Ab V114 / 28.08.2025
Wie Recursive_MapFields, nur in die andere Richtung, vom Recursive Document Encoder zum Aufrufer.
Wir in Kombination mit Action: Skip verwendet, um die Meta Info vom Recursive Document Encoder zu übernehmen. z.B. aus ZUGFeRD PDF (Action: CreateDocument, Recursive_SkipAndAppendOCR: true) die Metadaten aus der embedded XML übernehmen.
ConfigWebNode Recursive_ExecuteMagicAI Default: false
Als Recursive Document Encoder die magische Archivierung ausführen. Die KI wählt selbstständig den passenden Document Encoder.
z.B. Wenn man für eine E-Mail (*.eml) Recursive_ExecuteMagicAI mit true setzt, dann kann die KI für den E-Mail-Anhang den passenden Document Encoder wählen (z.B. eine Rechnung).
true, false
ConfigWebNode Recursive_FilenameWhitelist Bei rekursiver Archivierung: nur Dateinamen verarbeiten, die den angegebenen Regeln entsprechen, z.B. !*.png&!*.ico&!*AGB*&!*Datenschutz*
Wir nur aktiv, wenn ein Wert gesetzt ist.
ConfigWebNode Recursive_FilenameDuplicateWhitelist Bei rekursiver Archivierung: Wenn ein Dateiname bei der rekursiven Archivierung mehrfach vorkommt (z.B. Anhänge einer E-Mail mit .pdf und .xml), Sollen nur Dateinamen nach den angegebenen Regelen akzeptiert werden (z.B. *.xml). Derzeit nur für E-Mails implementiert. z.B. In E-Mail nur E-Rechnungen verarbeiten und PDF ignorieren, falls der Dateiname gleich ist.
Wir nur aktiv, wenn ein Wert gesetzt ist.
ConfigWebNode AI_Enabled Default: false
Ollama AI aktivieren zur automatischen KI Verschlagwortung.
Für den Document Enocer config/recursive/DEFAULT_AI aktiviert der Wert true den KI Chat sowie die magische Archivierung.
true, false
ConfigWebNode AI_OllamaEndpoint Ollama Endpoint true, false
ConfigWebNode AI_OllamaModel Ollama Model
ConfigWebNode AI_MaxPagesCount Default: -1
"-1" für alle Seiten.
Maximale Anzahl zu verarbeitende Seiten begrenzen.
-1, 1-N
ConfigWebNode AI_DocumentLabel Kurze Dokument Bezeichnung.
Pflichtfeld für "magische Archivierung".
Anhand dieses Textes wählt die "magische Archivierung" den Document Encoder via KI aus.
Wenn kein Text angelegt ist, kann der Document Encoder auch nicht im Rahmen der "magischen Archivierung" ausgewählt werden.
https://drdoc.com/node/de/products/web/doku/ai-kuenstliche-intelligenz
ConfigWebNode AI_DocumentDescription Kurze Dokument Beschreibung.
Optional: Anhand dieses Textes wählt die "magische Archivierung" den Document Encoder via KI aus.
ConfigWebNode AI_ExecuteBeforeRecursive Default: true
AI vor den Recursive Document Encoders ausführen.
z.B. auf "false" setzen, wenn für eine auf eine ZUGFeRD Rechnung, wg. der im PDF eingebetteten strukturierten XML, keine KI Verschlagwortung notwendig ist.
true, false
ConfigWebNode AI_ExecuteAfterRecursiveSuccess Default: false
Wird nur relevant/aktiv, wenn AI_ExecuteBeforeRecursive=false.
Soll die AI selbst dann ausgeführt werden, wenn bereits ein recursive Document Encoder ausgeführt wurde?
AI nur ausführen, wenn AI noch nicht ausgeführt wurde und mindestens ein Recursive Document Encoder erfolgreich ausgeführt wurde.
z.B. nützlich, wenn eine auf eine PDF ZUGFeRD Rechnung wg. der strukturierten eingebetteten XML keine KI Verschlagwortung auf Ebene des PDFs notwendig ist. Ein Fallback, wenn die Metadaten durch die Rekursiven Document Encoder nicht immer gefüllt werden. (z.B. bei ZUFeRD Rechnung: PDF -> XML)
true, false
ConfigWebNode AI_MapFieldSelectionName Default: DD_FIELD_DESC
Bezeichner für Feldauswahl vom Typ IMPORT_ASCII.
Enthält AI Mapping Feld Beschreibungen in Textform, um dem KI Modell die Dr.DOC Felder zu beschreiben.
ConfigWebNode AI_OverwriteMetaInfo Default: false
AI kann Profildaten überschreiben.
true, false
ConfigWebNode AI_ImageVisionOCR Default: false
OCR über AI/KI Vision Modell ausführen.
true, false
ConfigWebNode Log Default: true
Grund/Ursache loggen, warum ein Document Encoder nicht gewählt wurde.
true, false

7. Beispiel Struktur von mehreren Document Encoder Instanzen

Daraus ergibt sich z.B. folgender Tree and Document Encodern:

  • "DrDoc.LibCore.DocumentEncoderProvider" (Count: 14)
    • "DrDoc.LibCalendar.EventIcsDocumentEncoder" (Count: 2)
      • "config/recursive/Document Create"
      • "config/recursive/Event ICS"
    • "DrDoc.LibCalendar.TaskIcsDocumentEncoder" (Count: 2)
      • "config/recursive/Document Create"
      • "config/recursive/Task ICS"
    • "DrDoc.LibCalendar.NoteIcsDocumentEncoder" (Count: 2)
      • "config/recursive/Document Create"
      • "config/recursive/Note ICS"
    • "DrDoc.WebServer.ZipDocumentEncoder" (Count: 3)
      • "config/recursive/Document Create"
      • "config/recursive/RE ZIP [Recursive: 1]"
      • "config/recursive/RE ZIP CreateDocument [Recursive: 1]"
    • "DrDoc.WebServer.ImageDocumentEncoder" (Count: 1)
      • "config/recursive/Document Create"
    • "DrDoc.WebServer.TiffDocumentEncoder" (Count: 1)
      • "config/recursive/Document Create"
    • "DrDoc.WebServer.JpegDocumentEncoder" (Count: 1)
      • "config/recursive/Document Create"
    • "DrDoc.LibEmail.EmailOutlookDocumentEncoder" (Count: 6)
      • "config/recursive/RE E-Mail Verkauf [Recursive: 3]"
      • "config/recursive/Event E-Mail [Recursive: 1]"
      • "config/recursive/E-Mail-Rechnung (Dokument) [Recursive: 2]"
      • "config/recursive/Document Create"
      • "config/recursive/Document E-Mail Attachments only [Recursive: 14]"
      • "config/recursive/RE E-Mail Einkauf [Recursive: 3]"
    • "DrDoc.LibContact.VCardDocumentEncoder" (Count: 1)
      • "config/recursive/Document Create"
    • "DrDoc.LibEmail.EmailEmlDocumentEncoder" (Count: 6)
      • "config/recursive/RE E-Mail Verkauf [Recursive: 3]"
      • "config/recursive/Event E-Mail [Recursive: 1]"
      • "config/recursive/E-Mail-Rechnung (Dokument) [Recursive: 2]"
      • "config/recursive/Document Create"
      • "config/recursive/Document E-Mail Attachments only [Recursive: 14]"
      • "config/recursive/RE E-Mail Einkauf [Recursive: 3]"
    • "DrDoc.WebServer.CsvDocumentEncoder" (Count: 2)
      • "config/recursive/Bank CSV"
      • "config/recursive/Document Create"
    • "DrDoc.WebServer.PdfDocumentEncoder" (Count: 3)
      • "config/recursive/Document Create"
      • "config/recursive/RE PDF [Recursive: 1]"
      • "config/recursive/RE PDF CreateDocument [Recursive: 1]"
    • "DrDoc.WebServer.BmpDocumentEncoder" (Count: 1)
      • "config/recursive/Document Create"
    • "DrDoc.WebServer.XmlDocumentEncoder" (Count: 3)
      • "config/recursive/Document Create"
      • "config/recursive/RE XML"
      • "config/recursive/RE XML CreateDocument"

JSON REST API

JSON REST API

Die REST API für Dr.DOC Web ist eine Daten-Schnittstelle. Hier finden Sie die Dokumentation.

Dr.DOC Standard

Dr.DOC Standard

  1. Archive administrieren
    1.1. Archivumgebung initialisieren und Pfade anpassen
    1.2. Archiv umbenennen
    1.3. Archiv reorganisieren
    1.3.1. Ein Archiv reorganisieren
    1.3.2. Alle Archive reorganisieren
    1.4. Archiv zurücksetzen/Reset
    1.4.1. Ein Archiv zurücksetzen/Reset
    1.4.2. Alle Archive zurücksetzen/Reset
  2. Benutzerverwaltung
    2.1. Benutzer erstellen oder Passwort ändern
    2.2. Benutzer löschen
    2.3. Gruppe löschen

1. Archive administrieren

1.1. Archivumgebung initialisieren und Pfade anpassen

Dr.Doc.Standard.exe init:<API-KEY> ip:<IP-Adresse> port:<Port> env-init:<Archivumgebung-Basis-Verzeichnis>
Beispiel:
Dr.Doc.Standard.exe init:00001fjkdh ip:192.178.178.2 port:9995 env-init:D:\ARCHIV

1.2. Archiv umbenennen

Dr.Doc.Standard.exe init:<API-KEY> bvd:<BVD-Pfad> "signin:<Username>:<Password>" rename-archive:<Old-Archive-Name>,<New-Archive-Name>
Beispiel:
Dr.Doc.Standard.exe init:00001fjkdh "bvd:%TARGET_DIR%\USER\user.bvd" "signin:PUBLIC:Gast" rename-archive:docs,doc

1.3. Archiv reorganisieren

1.3.1. Ein Archiv reorganisieren

Dr.Doc.Standard.exe init:<API-KEY> bvd:<BVD-Pfad> "signin:<Username>:<Password>" reo-archive:<Archive-Name>
Beispiel:
Dr.Doc.Standard.exe init:00001fjkdh "bvd:%TARGET_DIR%\USER\user.bvd" "signin:PUBLIC:Gast" reo-archive:doc

1.3.2. Alle Archive reorganisieren

Dr.Doc.Standard.exe init:<API-KEY> bvd:<BVD-Pfad> "signin:<Username>:<Password>" reo-archive:*
Beispiel:
Dr.Doc.Standard.exe init:00001fjkdh "bvd:%TARGET_DIR%\USER\user.bvd" "signin:PUBLIC:Gast" reo-archive:*

1.4. Archiv zurücksetzen/Reset

1.4.1. Ein Archiv zurücksetzen/Reset

Dabei werden alle Daten und Dokumente gelöscht!
Dr.Doc.Standard.exe init:<API-KEY> bvd:<BVD-Pfad> "signin:<Username>:<Password>" reset-archive:<Archive-Name>
Beispiel:
Dr.Doc.Standard.exe init:00001fjkdh "bvd:%TARGET_DIR%\USER\user.bvd" "signin:PUBLIC:Gast" reset-archive:doc

1.4.2. Alle Archive zurücksetzen/Reset

Dabei werden alle Daten und Dokumente gelöscht!
Dr.Doc.Standard.exe init:<API-KEY> bvd:<BVD-Pfad> "signin:<Username>:<Password>" reset-archive:*
Beispiel:
Dr.Doc.Standard.exe init:00001fjkdh "bvd:%TARGET_DIR%\USER\user.bvd" "signin:PUBLIC:Gast" reset-archive:*

2. Benutzerverwaltung

2.1. Benutzer erstellen oder Passwort ändern

Dr.Doc.Standard.exe init:<API-KEY> bvd:<BVD-Pfad> "signin:<Username>:<Password>" set-user-password:<Username>:<Password>
Beispiel:
Dr.Doc.Standard.exe init:00001fjkdh "bvd:%TARGET_DIR%\USER\user.bvd" "signin:PUBLIC:Gast" set-user-password:hans.mueller:1234

2.2. Benutzer löschen

Dr.Doc.Standard.exe init:<API-KEY> bvd:<BVD-Pfad> "signin:<Username>:<Password>" delete-user:<Username>
Beispiel:
Dr.Doc.Standard.exe init:00001fjkdh "bvd:%TARGET_DIR%\USER\user.bvd" "signin:PUBLIC:Gast" delete-user:hans.mueller

2.3. Gruppe löschen

Dr.Doc.Standard.exe init:<API-KEY> bvd:<BVD-Pfad> "signin:<Username>:<Password>" delete-group:<Username>
Beispiel:
Dr.Doc.Standard.exe init:00001fjkdh "bvd:%TARGET_DIR%\USER\user.bvd" "signin:PUBLIC:Gast" delete-group:hans.mueller

TLS/SSL x509 Zertifikat installieren

Transportverschlüsselung: TLS/SSL x509 Zertifikat installieren

  1. Option A: Automatisch mit Slef-Signed Zertifikat
    1.1. Schritt - Web Server beenden
    1.2. Schritt - Hostnamen setzen
    1.3. Schritt - Web Server starten
    1.4. Schritt am Client (optional)
  2. Option B: Automatisch mit LetsEncrypt / Certbot / Win-ACME
    2.1. Schritt - Port Forwarding für TCP auf Port 80 und 443 einrichten
    2.2. Schritt - Web Server beenden
    2.3. Schritt - Hostnamen setzen
    2.4. Schritt - cert.bat ausführen
  3. Option C: Manuelle Installation mit eigenem Zertifikat
    3.1. Schritt - Web Server beenden
    3.2. Schritt - Hostnamen und Zertifikat setzen
    3.3. Schritt - Web Server starten

Es gibt grundsätzlich drei Möglichkeiten, für Dr.DOC Web ein TLS x509 Zertifikat für die Verbindungsverschlüsselung zu installieren.

  • A: Automatisch mit Slef-Signed Zertifikat
  • B: Automatisch mit LetsEncrypt / Certbot
    • Weitgehend automatisierte Aktualisierung
    • Kostenlos, aber eine kleine Spende wäre nett: https://letsencrypt.org/donate/
    • Port 443 MUSS am Server für Dr.DOC Web verfügbar sein
    • Port Forwarding MUSS am Router für TCP Port 443 und TCP Port 80, mit Verweis auf den Server, aktiv sein
      • Bei Fritz Box: "Internet -> Freigaben -> Portfreigaben -> "Gerät für Freigaben hinzufügen" -> "Neue Freigabe" ->
        • Anwendung "HTTP-Server"
        • Anwendung "HTTPS-Server"
          oder
        • Anwendung "Andere Anwendung", Protokoll "TCP", Port "80"
        • Anwendung "Andere Anwendung", Protokoll "TCP", Port "443"
    • Sicherheitsfeatures nicht anpassbar
  • C: Manuelle Installation mit eigenem Zertifikat
    • Zu bevorzugen, wenn man eine PKI in der Organisation hat
    • Etwas komplizierter in der Einrichtung aber dafür mehr Anpassungsmöglichkeiten (Port, Schlüssellänge, Laufzeiten etc.)
    • Theoretisch sicherer, aber in der Praxis läuft bei den allermeisten CAs/TSPs der Signierungsprozess unsicher ab, da die CA den private Key erzeugt. Sicher(er) wäre, wenn die Organisation einen Private Key erzeugt, sowie einen Signing Request an die CA sendet und die CA den Signing Request bzw. das Zert signiert.

1. Option A: Automatisch mit Slef-Signed Zertifikat

1.1. Schritt - Web Server beenden

Dr.DOC Web Server Dienst beenden
sc.exe stop "Dr.DOC Web Server"

1.2. Schritt - Hostnamen setzen

Öffnen Sie in Ihrem Dr.DOC Web Basisverzeichnis im Unterverzeichnis "configs" die Datei "server.ini"
Pfad: <Web-Basisverzeichnis>\configs\server.ini
z.B. C:\DrDOC\WEB\configs\server.ini

Bitte passen Sie folgende Einträge an:

[SERVER]
HOSTNAME=<Ihr Hostname>
PORT=443
SSL_ACTIVE=true

1.3. Schritt - Web Server starten

Dr.DOC Web Server Dienst starten
sc.exe start "Dr.DOC Web Server"

Dr.DOC Web erstellt nun automatisch ein Self-Signed Zertifikat und trägt es ein.

1.4. Schritt am Client (optional)

Das Public x509 Zertifikat am Client in den Root/Stammzertifikate Store laden:

  1. Doppelklick auf Zertifikat
  2. "Lokaler Computer", Button "Weiter" klicken
  3. "Alle Zertifikate in folgendem Speicher speichern", Button "Durchsuchen.." klicken
  4. "Vertrauenswürdige Stammzertifizierungsstellen" wählen, Button "OK" klicken
  5. Button "Weiter" klicken

2. Option B: Automatisch mit LetsEncrypt / Certbot / Win-ACME

Bitte beachten Sie, dass LetsEncrypt ein Zertifikat signiert, welches auf einen Domain Namen lauten muss. Beim Signieren muss Dr.DOC Web von außen aus dem Internet zugänglich sein. Zusätzlich muss dabei Dr.DOC Web den Port 443 und Port 80 verwenden.
Es gibt Möglichkeiten das zu umgehen, jedoch hat das einige Nachteile.

2.1. Schritt - Port Forwarding für TCP auf Port 80 und 443 einrichten

Beispiel:

  • from any IP Port 443/TCP to 192.168.100.2
  • from any IP Port 80/TCP to 192.168.100.2

Beispiel für FritzBox:

  1. Internet -> Freigaben -> Portfreigaben:
  2. Button "Gerät für Freigaben hinzufügen"
  3. Freigabe erstellen für Port 443 (HTTPS)
    1. Protokoll: TCP
    2. Port extern vergeben: 443
    3. Port intern vergeben: 443
  4. Freigabe erstellen für Port 80 (HTTP)
    1. Protokoll: TCP
    2. Port extern vergeben: 80
    3. Port intern vergeben: 80

image.png

2.2. Schritt - Web Server beenden

Dr.DOC Web Server Dienst beenden
sc.exe stop "Dr.DOC Web Server"

2.3. Schritt - Hostnamen setzen

Öffnen Sie in Ihrem Dr.DOC Web Basisverzeichnis im Unterverzeichnis "confisgs" die Datei "server.ini"
Pfad: <Web-Basisverzeichnis>\configs\server.ini
z.B. C:\DrDOC\WEB\configs\server.ini

Bitte passen Sie folgende Einträge an:

[SERVER]
HOSTNAME=<Ihr Hostname>

2.4. Schritt - cert.bat ausführen

Als Administrator ausführen:
Pfad: <Web-Basisverzeichnis>\cert.bat
z.B. C:\DrDOC\WEB\cert.bat

Die LetsEncrypt Zertifikate laufen ca. alle drei Monate ab und müssen erneuert werden. Der Certbot aktualisiert die Zertifikat automatisch, Win-ACME leider nicht.
Die Zertifikate sollten vor Ablauf erneuert werden (renew).

Folgende Aktionen werden ausgeführt:

  • WIN-ACME bzw. CertBot (LetsEncrypt) installieren
  • Port 443 und SSL setzen
  • PFX Datei (SSL_CERT_FILE) oder PEM Datei Pfad setzen (SSL_CERT_FILE_PRIVATE, SSL_CERT_FILE_PUBLIC)
  • Server starten
  • Zertifikat für Web Server setzen

3. Option C: Manuelle Installation mit eigenem Zertifikat

3.1. Schritt - Web Server beenden

Dr.DOC Web Server Dienst beenden
sc.exe stop "Dr.DOC Web Server"

3.2. Schritt - Hostnamen und Zertifikat setzen

Öffnen Sie in Ihrem Dr.DOC Web Basisverzeichnis im Unterverzeichnis "configs" die Datei "server.ini"
Pfad: <Web-Basisverzeichnis>\configs\server.ini
z.B. C:\DrDOC\WEB\configs\server.ini

Bitte passen Sie folgende Einträge an:

[SERVER]
HOSTNAME=<Ihr Hostname>
PORT=443
SSL_ACTIVE=true

SSL_CERT_FILE=<Pfad zur *.pfx Datei ODER Fingerprint des Zertifikats im Windows Zertifikate Store>
SSL_CERT_PASSWORD=<Passwort zur *.pfx Datei>

; oder PEM Zertifikat mit je einer Datei für Private- und Public Key

SSL_CERT_FILE_PRIVATE=<Pfad zur private key Datei>
SSL_CERT_FILE_PUBLIC=<Pfad zur PEM Cert Datei>

3.3. Schritt - Web Server starten

Dr.DOC Web Server Dienst starten
sc.exe start "Dr.DOC Web Server"

Web Node

Dr.DOC Web Node

Web Nodes sind Inhaltstypen für Dr.DOC Web.

WebDAV, CalDAV, CardDAV

WebDAV, CalDAV, CardDAV

  1. WebDAV
    1.1. ASCII-Importdefinition "WEB_DAV"
    1.2. WebDAV Pfad
    1.3. Netzlaufwerk am Windows Client einbinden
    1.3.1. Option A: Windows über CMD
    1.3.2. Option B: Windows über GUI
    1.3.3. Mac OS
    1.3.4. Android
    1.4. Netzlaufwerk am Client entfernen
    1.4.1. Option A: Windows über CMD
  2. CalDAV
    2.1. Feldauswahl
    2.2. CalDAV Pfad
  3. CardDAV
    3.1. Feldauswahl
    3.2. CardDAV Pfad

1. WebDAV

Protokoll zur Verwaltung von Dokumenten. Das ermöglicht den direkten Zugriff auf Dr.DOC Dokumente via Windows Explorer und andere WebDAV Clients.
Es werden pro Dr.DOC Archiv Feldauswahlen erstellt, um die Zuweisung einer WebDAV Eigenschaft mit einem Dr.DOC Feld und deren Werten zu verknüpfen.
Dadurch kann man Dokumente mit entsprechenden Feldvorbelegungen erstellen oder danach suchen.

1.1. ASCII-Importdefinition "WEB_DAV"

Erstellen Sie eine Feldauswahl vom Typ ASCII-Importdefinition mit dem Namen "WEB_DAV" und folgenden Eigenschaften:

Feldwert in Feldauswahl Pflichtfeld Beschreibung Beispiel Feldname Beispiel Autofeld
DATE Änderungsdatum geaendert_am D
TIME Änderungszeit geaendert_um T
DATETIME Änderungsdatum/Zeit DT
DNAME<Level> Beschreibt den Verzeichnisnamen. <Level> kann Werte zwischen 1 bis 5 haben.
Jede Verzeichnis-Ebene entspricht einem DNAME<Level>-Eintrag wird einem Dr.DOC Feld zugeordnet bzw. im Client als Verzeichnis dargestellt. Aus der Kombination bildet sich der Verzeichnisname.
Firma FF<Level>
FNAME<Level> x Beschreibt den Dateinamen. <Level> kann Werte zwischen 1 bis 4 haben.
Jede Ebene wird einem Dr.DOC Feld zugeordnet und im Dateinamen mit __-__ aneinandergefügt. Aus der Kombination bildet sich der Dateiname.
Die Kombination der zugewiesenen Felder MUSS eindeutig sein.
Name F
ID x Eindeutige ID/GUID.
CalDAV Client Apps setzen beim Erstellen teils eindeutige IDs und erwarten, dass die ID nicht geändert wird.
Wenn ein Dokument in Dr.DOC erstellt wurde, sollte ebenfalls eine eindeutige ID erstellt werden. Es empfiehlt sich ein veränderbares ID-Feld mit eindeutigem Schlüssel. Siehe Autofeld. Andernfalls kann auch das Dr.DOC Feld DokuNr verwendet werden.
uid V DrDocGUID

1.2. WebDAV Pfad

Der WebDAV Pfad baut sich wie folgt zusammen:
https://<domain>.<tld>:<Port>/webdav/<Archiv-Name>/<Suchvorlage>/<DNAME1>/<DNAME..>/<FNAME1>__-__<FNAME..>.<Extension>

Parameter Beschreibung
<domain>.<tld>:<Port> Server HTTP(S) Adresse
<Archiv-Name> Name des Archivs
<Suchvorlage> Name der Suchvorlage.
Der Wert _ gibt an, dass alle Dokumente/Datensätze des Archivs angezeigt werden sollen.

z.B.:
https://drdoc.com/webdav/doc/Firma 1/Eingangsrechnung/Lieferant Maier GmbH__-__12345.pdf

1.3. Netzlaufwerk am Windows Client einbinden

1.3.1. Option A: Windows über CMD

Ggf. WebDAV Web Client installieren:
powershell -command "& {&Install-WindowsFeature WebDav-Redirector}"

Wenn Sie kein TLS/SSL Zertifikat im Dr.DOC Web installiert haben (TLS x509 Cert. wird dringend empfohlen!), muss folgendes ausgeführt werden, um unverschlüsselte Verbindungen zu erlauben.
reg add "HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\WebClient\Parameters" /v BasicAuthLevel /t REG_DWORD /d "1" /f

WebClient Dienst starten:
sc start "WebClient"

Als Dr.DOC WebDAV als Netzlaufwerk einbinden (<drdoc.com> anpassen):
ping drdoc.com -n 2
net use N: https://<drdoc.com>/webdav/

1.3.2. Option B: Windows über GUI

So binden Sie ein Netzlaufwerk mittels WebDAV unter Windows 8 bzw. Windows 10 ein:

  1. Der Dienst WebClient muss laufen (automatisch). Das ist i.d.R. der Fall.
  2. Öffnen Sie den Windows-Explorer.
  3. Windows 8: Klicken Sie oben in der Menüleiste im Reiter Computer auf Netzwerkadresse hinzufügen.
    Windows 10: Klicken Sie in der Menüleiste links mit der rechten Maustaste auf Netzwerk. Klicken Sie anschließend auf Netzlaufwerk verbinden... .
  4. Wählen Sie das gewünschte Laufwerk.
  5. Klicken Sie auf den Link Verbindung mit einer Website herstellen, auf der Sie Dokumente und Bilder speichern können.
    Das Fenster Eine Netzwerkadresse hinzufügen öffnet sich.
  6. Klicken Sie auf Weiter.
  7. Klicken Sie auf Eine benutzerdefinierte Netzwerkadresse auswählen.
  8. Klicken Sie auf Weiter.
    Das Fenster Eine Netzwerkadresse hinzufügen  öffnet sich.
  9. Geben Sie im Feld Internet- oder Netzwerkadresse: Ihre Domain im folgenden Format ein: https://ihre-domain.de:443/webdav/
1.3.3. Mac OS

https://support.apple.com/de-de/guide/mac-help/mchlp1546/mac

1.3.4. Android

App Davx5, siehe: https://www.davx5.com/
Es können auch Aufgaben, Termine und Journals synchronisiert werden!
Für Organisationen gibt es die App "Managed DAVx⁵" mit der die Einstellungen auf alle Geräte der Organisation ausgerollt werden können.

1.4. Netzlaufwerk am Client entfernen

1.4.1. Option A: Windows über CMD

net N: /DELETE

2. CalDAV

Protokoll zur Verwaltung von Terminen und Aufgaben.

2.1. Feldauswahl

Das Mapping der Termineigenschaften erfolgt über die Feldauswahlen wie hier beschrieben für Extension *.ics.

2.2. CalDAV Pfad

Der CalDAV Pfad baut sich wie folgt zusammen, hat keine Verzeichnisse mit DNAME1 etc.
https://<domain>.<tld>/caldav/<Archiv-Name>/<Suchvorlage>/<ID>.ics
z.B.:
https://drdoc.com/caldav/termine/_/123456.ics
Pfad für CalDAV Client (z.B. Thunderbird oder DAVx5):
https://drdoc.com/caldav/termine/_/

3. CardDAV

Protokoll zur Verwaltung von Kontakten.

3.1. Feldauswahl

Das Mapping der Termineigenschaften erfolgt über die Feldauswahlen wie hier beschriebeen für Extension *.vcf.

3.2. CardDAV Pfad

Der CardDAV Pfad baut sich wie der WebDAV Pfad zusammen, hat keine Verzeichnisse mit DNAME1 etc.
https://<domain>.<tld>/carddav/<Archiv-Name>/<Suchvorlage>/<ID>.vcf
z.B.:
https://drdoc.com/carddav/kontakte/_/123456.vcf
Pfad für CardDAV Client (z.B. DAVx5):
https://drdoc.com/carddav/kontakte/_/

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